Stadtohr

Stadtrundgang Amberg · Station 14 von 16

Schulkirche

· rokoko, kirche, fresken, kloster

Ausführlich

Sie stehen vor der Schulkirche, der Kirche des ehemaligen Klosters St. Augustinus der Salesianerinnen. Sie ist dem heiligen Augustinus geweiht und zählt zu den bedeutendsten Rokokokirchen Deutschlands. Mit dem Bau wurde 1697 nach Entwürfen von Wolfgang Dientzenhofer begonnen, 1699 weihte der Regensburger Weihbischof Albert Ernst Graf von Wartenberg die Kirche. 1758 wurde sie erweitert, Chor und Seitenkapellen blieben erhalten. In dieser Zeit bekam sie ihre Rokokoausstattung. Anton Landes schuf den Stuck, der kaiserliche Hofmaler Gottfried Bernhard Götz die Fresken an Decke und Seitenwänden. Die Kirche ist ein Saal mit quadratischem Chor. Im Westen liegt eine eingezogene Vorhalle mit einer muschelartigen Orgelempore. Die Decke trägt reiche Rokokostuckarbeiten mit Brokaten, Vasen und Rocaillen. Auf den Konsolen des Gewölbeansatzes sind die vier Elemente und die vier Jahreszeiten als Allegorien dargestellt, an den Langhauswänden die Köpfe von Aposteln. Die leuchtende Farbfassung wurde bei der letzten Restaurierung nach Befund erneuert. Das große Deckenfresko im Langhaus trägt die Bezeichnung „G. B. Göz Invenit et Pinxit 1758“. Es zeigt Szenen aus der Gründungsgeschichte des Ordens, gruppiert um die auf Wolken schwebende Divina Providentia, umgeben von Dreifaltigkeitssymbolen. In den Gewölbezwickeln sind die vier Kirchenväter dargestellt. Im Deckenbild des Chores sehen Sie die Heilige Dreifaltigkeit, umgeben von den vier Evangelisten. Über der Orgelempore ist die selige Ordensgründerin Johanna von Chantal zu sehen, die sich im Beisein der göttlichen Tugenden das Christusmonogramm auf die Brust brennt. Die Bildhauerarbeiten stammen von Franz Joachim Schlott. Um 1758 erhielt die Kirche von ihm Hochaltar, Kanzel, Orgelprospekt und Beichtstühle mit reichem Rocailleschmuck. Die Schreinerarbeiten lieferte Johann Peter Bacher, die Fassmalerei Johann Andreas Georg Zellner aus Furth. Alle Altarblätter malte Gottfried Bernhard Götz. Das Bild im Hochaltar zeigt, wie der heilige Augustinus sein flammendes Herz der Fides-Ecclesia darbringt. Zur Orgel: 1760 baute Johann Konrad Funtsch aus Amberg ein neues Werk mit 1001 Pfeifen und 19 Registern. Es war derselbe Orgelbauer, der 1767 die Orgel von St. Georg schuf. 1926 wurde sie durch einen Neubau von Steinmeyer ersetzt, 1993 baute Hubert Sandtner ein neues Werk. Dabei ergänzte man die originale Disposition von 1760 um sieben Register.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Schulkirche, der Kirche des früheren Salesianerinnenklosters. Der Bau begann 1697, geweiht wurde sie 1699, ihre Rokokoausstattung stammt von 1758. Stuck und Fresken schufen Anton Landes und Gottfried Bernhard Götz. Sie zählt zu den bedeutendsten Rokokokirchen Deutschlands.

Für Kinder

Diese Kirche ist voller Bilder und Verzierungen aus Stuck. Der Maler Gottfried Bernhard Göz hat 1758 auf das große Deckenbild seinen Namen und die Jahreszahl geschrieben. Das Bild zeigt Szenen aus der Geschichte des Ordens. Dort, wo die Decke beginnt, sind die vier Elemente und die vier Jahreszeiten dargestellt. An den Wänden siehst du die Köpfe von Aposteln. Die Kirche zählt zu den bedeutendsten Rokokokirchen Deutschlands. Kannst du die Jahreszeiten finden?

Quellen

Koordinaten: 49.4456, 11.8551 · auf der Karte

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