Sie stehen vor den Dr.-Johanna-Decker-Schulen. Es sind ein privates, staatlich anerkanntes Gymnasium und eine Realschule, und sie sind bis heute reine Mädchenschulen. Im Schuljahr 2024/25 besuchten sie rund 730 Schülerinnen. Die Geschichte beginnt mit einer Ordensgründerin. Mutter Maria Theresia von Jesu Gerhardinger, 1797 bis 1879, gründete 1833 die Kongregation der Armen Schulschwestern. Der Orden wuchs innerhalb von zehn Jahren sehr stark, und es entstanden mehrere Filialen. 1843 wurde im Angerkloster in München das Mutterhaus eingerichtet, von dort verbreitete sich der Orden weltweit. Für die Ausbildung ihrer Lehrerinnen eröffnete Mutter Maria Theresia das erste Lehrerinnenseminar in Bayern. 1985 wurde sie seliggesprochen, 1998 wurde ihre Büste in die Walhalla aufgenommen. 1839, sechs Jahre nach der Ordensgründung, eröffnete sie in Amberg eine höhere Mädchenschule, im ehemaligen Kloster St. Augustinus. Dabei hatte sie mit dem Widerstand vieler Bürger zu kämpfen. Die Leitung bekam die erst 24-jährige Schwester Margarita von Cortona Wiedemann. Die Schule erwarb sich schnell einen ausgezeichneten Ruf. Es war die erste höhere Mädchenschule in der Oberpfalz. Der Name kommt von einer ehemaligen Schülerin. Johanna Decker, 1918 bis 1977, arbeitete als Missionsärztin in Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, und wurde dort ermordet. Auch andere bekannte Frauen gingen hier zur Schule, etwa Mildred Scheel, 1931 bis 1985, Ärztin und Gründerin der Deutschen Krebshilfe, und Barbara Meier, die Germany's Next Topmodel gewann. Seit dem 1. Januar 2005 liegt die Trägerschaft bei der Schulstiftung der Diözese Regensburg. Es wird ein monatliches Schulgeld erhoben. Am Gymnasium können die Schülerinnen zwischen einem sprachlichen, einem wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen und einem naturwissenschaftlich-technologischen Schwerpunkt wählen. Seit 1994 besteht eine Partnerschaft mit dem Lycée Technique Privé Sainte Anne in Ettelbruck in Luxemburg, seit 2014 mit der Northampton High School, einer britischen privaten Mädchenschule.
Sie stehen vor den Dr.-Johanna-Decker-Schulen. 1839 eröffneten die Armen Schulschwestern hier im früheren Kloster St. Augustinus die erste höhere Mädchenschule der Oberpfalz. Gymnasium und Realschule sind bis heute reine Mädchenschulen. Der Name erinnert an die Missionsärztin Johanna Decker.
Hier ist eine Schule nur für Mädchen. Sie wurde 1839 gegründet und war die erste höhere Mädchenschule in der Oberpfalz. Viele Bürger waren dagegen. Die Gründerin, Mutter Maria Theresia, machte es trotzdem. Die erste Leiterin war erst 24 Jahre alt. Die Schule trägt den Namen einer früheren Schülerin, Johanna Decker. Sie arbeitete als Missionsärztin in Rhodesien, das heute Simbabwe heißt. Stell dir vor, viele Leute in der Stadt wären gegen deine Schule. Wie würde sich das anfühlen?
Koordinaten: 49.4456, 11.8556 · auf der Karte