Sie stehen bei der Provinzialbibliothek Amberg. Sie heißt auch Staatliche Bibliothek Amberg und ist die Regionalbibliothek des Freistaates Bayern für diese Region. Zu ihrem Auftrag gehört es, Veröffentlichungen über Amberg sowie über die mittlere und nördliche Oberpfalz zu beschaffen, zu erschließen und zu archivieren. Ihre Geschichte beginnt mit einer Auflösung. Im Zuge der Säkularisation wurden in Bayern zahlreiche regionale Bibliotheken gegründet, die Amberger entstand als eine der ersten. Zum Jahr gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1804, belegt ist, dass in den Jahren 1805 bis 1808 fast fünfzigtausend Bände zusammenkamen. Zunächst war die Bibliothek im aufgehobenen Kloster der Salesianerinnen untergebracht. Zwei ehemalige Benediktiner ordneten und katalogisierten die Bände: Maurus von Schenkl aus Prüfening und Joseph Moritz aus Ensdorf. Woher die Bücher kamen: vor allem aus der Bibliothek des Jesuitenkollegs und aus den aufgehobenen Klosterbibliotheken der Region, aus Ensdorf, Michelfeld, Reichenbach am Regen, Speinshart, Walderbach, Waldsassen und Weißenohe. Der alte Bestand umfasst rund 35.000 Bände. Darunter sind 308 Inkunabeln und 1750 Frühdrucke bis zum Erscheinungsjahr 1550. Dann ein Rückschlag. 1815 ging bei einem Brand rund ein Drittel des Bestands verloren, ungefähr 16.500 Bände. Ein Teil der geretteten Bücher kam sofort ins Maltesergebäude, das frühere Jesuitenkolleg, die übrigen folgten samt den Regalen 1826. Im Bibliothekssaal fand die Bibliothek ihre endgültige Bleibe. Er liegt im Ostflügel des Kollegs, seit 1925 gehört er der Katholischen Kirchenstiftung St. Georg. Der erste Bibliotheksbau stammt von 1682 und wurde 1726 und 1727 vergrößert. Der lange, niedrige Raum hat eine Spiegeldecke mit Stuck aus Laub- und Bandelwerk. Die Deckengemälde von Johann und Otto Gebhard von 1726 zeigen Adam und Eva am Baum der Erkenntnis, Jesus unter den Schriftgelehrten und das Pfingstwunder. Ab 1893 ordnete der Gymnasialprofessor Johann Drescher die Bibliothek neu. Beide Weltkriege überstand sie unbeschadet. 1963 bekam sie den ersten hauptamtlichen Bibliothekar, 2003 bezog sie einen Erweiterungsbau. Der Bestand liegt heute bei 135.000 Medieneinheiten und fast hundert Zeitschriften.
Sie stehen bei der Provinzialbibliothek Amberg im früheren Jesuitenkolleg. Sie entstand im Zuge der Säkularisation aus Bibliotheken aufgelöster Klöster. Heute besitzt sie 135.000 Medieneinheiten, darunter 308 Inkunabeln. Sie sammelt Veröffentlichungen über Amberg und die Oberpfalz.
Hier stehen sehr viele Bücher, rund 135.000. Unter den alten Büchern sind 1750, die im Jahr 1550 oder noch früher gedruckt wurden. Viele Bücher stammen aus Klöstern, die aufgelöst wurden. 1815 gab es einen Brand, und etwa ein Drittel aller Bücher ging verloren. Das waren rund sechzehntausendfünfhundert. Stell dir vor, ein Drittel deiner Bücher wäre plötzlich weg. Wie würde sich das anfühlen?
Koordinaten: 49.4442, 11.8504 · auf der Karte