Stadtohr

Stadtrundgang Altenburg · Station 2 von 16

Mauritianum

1907/08 · naturkunde, museum, sammlung, 20. jahrhundert

Ausführlich

Sie stehen vor dem Mauritianum, dem naturkundlichen Museum Altenburgs, am Rand des Schlossgartens. Der Name klingt nach einem Gelehrten, gemeint ist aber ein Prinz. Moritz von Sachsen-Altenburg war ein Bruder des regierenden Herzogs Ernst I. und Präsident der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes. Er starb 1907. Nach ihm wurde das Museum benannt. Die Gesellschaft war 1817 gegründet worden. Ihre naturwissenschaftliche Sammlung und ihre Bibliothek waren über Jahre in verschiedenen ungeeigneten Quartieren in der Stadt untergebracht. Schließlich beschloss der Landtag des Herzogtums Sachsen-Altenburg auf Antrag der Staatsregierung, einen Museumsneubau zu finanzieren. Die herzogliche Familie gab den Bauplatz her, ein Stück am Rand des Schlossgartens. Der Staatsbaudirektor Alfred Wanckel plante das Haus. 1907 und 1908 wurde gebaut, 1908 übergab man es seiner Bestimmung. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1817, das Gründungsjahr der Gesellschaft. Das Gebäude selbst entstand 1907/08. 2004 und 2005 wurde das Haus grundlegend saniert. Es beherbergt die Versammlungsräume der Naturforschenden Gesellschaft, die es noch heute gibt, und eine Sammlung von etwa 40.000 Objekten. Das bekannteste ist das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs. 2011 kamen etwa 1500 ethnologische Gegenstände zurück, die über Jahrzehnte als Leihgaben im Julius-Riemer-Museum in Wittenberg gewesen waren. Und noch etwas trägt den Namen weiter: die Zeitschrift Mauritiana, die das Museum herausgibt. Sie setzt die Mittheilungen aus dem Osterlande fort, die seit 1837 erschienen. Als Nächstes warten im Schlossgarten Gebäude ganz anderer Art: das Teehaus und die Orangerie.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Mauritianum, dem naturkundlichen Museum Altenburgs. Das Haus wurde 1907/08 nach Plänen von Alfred Wanckel am Rand des Schlossgartens gebaut. Benannt ist es nach Prinz Moritz von Sachsen-Altenburg. Sein bekanntestes Stück ist das weltweit größte Exemplar eines Rattenkönigs.

Für Kinder

Hier ist ein Museum für Natur. Seine Sammlung hat etwa 40.000 Dinge. Das bekannteste Stück ist der größte Rattenkönig der Welt. Gegründet hat die Sammlung 1817 eine Gesellschaft von Naturforschern. Ihr Präsident war ein Prinz, Moritz von Sachsen-Altenburg. Nach ihm ist das Museum benannt. Dieses Haus bekam die Sammlung erst 1908. Davor war sie in anderen Räumen, die nicht gut geeignet waren. Was würdest du in so ein Museum bringen: ein Tier, einen Stein oder etwas ganz anderes?

Quellen

Koordinaten: 50.9919785, 12.4464284 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.