Stadtohr

Stadtrundgang Altenburg · Station 11 von 16

Josephinum

1841 · schule, parlament, 19. jahrhundert, umnutzung

Ausführlich

Sie stehen vor dem Josephinum. Heute steht es leer, doch es hatte viele Leben: Schule, Parlament, Berufsschule, Sitz einer Organisation für Sport und Technik. Gebaut wurde es als Schule. Das Friedrichsgymnasium war 1729 auf dem Boden des alten Franziskanerklosters errichtet worden, doch es hatte wegen steigender Schülerzahlen zu wenig Platz. Man gab das alte Gebäude an die Kirchengemeinde zurück und erwarb von der Kirche den Bräuningschen Garten, gegenüber dem Kloster, für 2.800 Taler. Dazu kam ein Teil des südlich angrenzenden Bernhardischen Gartens, bezahlt aus Mitteln der herzoglichen Landesbank. Der Architekt Aemilius Schmidt plante das Haus im Auftrag des Herzogs Joseph von Sachsen-Altenburg. Am 28. Juni 1838, dem Geburtstag der Herzogin Amalie, wurde der Grundstein gelegt, als Denkmal der hochsinnigen Fürsorge des Herzogs Joseph. Nach dreijähriger Bauzeit eröffnete das Josephinum am 1. November 1841. Es kostete ungefähr 40.000 Taler. Dann wurde die Aula zum Parlamentssaal. Vom 21. März 1848 bis 1884 tagte hier die Landschaft des Herzogtums Sachsen-Altenburg. 1909 zog das Friedrich-Gymnasium um, und die Real- und Vorschule des Ernst-Real-Gymnasiums nutzte das Haus weiter. Von 1918 bis 1920 war hier das Parlament des Freistaates Sachsen-Altenburg untergebracht, bis es mit der Gründung des Landes Thüringen aufgelöst wurde. Von 1920 bis 1945 gab es hier eine Mädchenberufsschule, von 1946 bis 1974 die kommunale Berufsschule. Von 1974 bis 1990 saßen die Leitung der Gesellschaft für Sport und Technik und die Kampfgruppenzentrale der Stadt im Haus. Seit 1997 steht das Gebäude leer. Es wird saniert. Im Frühjahr 2028 soll es unter dem Namen Yosephinum neu eröffnet werden, als multimediale Spieleerlebniswelt mit dem Untertitel Erlebe die Kraft des Spielens. In drei Erlebnisbereichen soll man erfahren, welche Kraft das Spielen in unserer Gesellschaft entfaltet. Vom Skat haben Sie beim Schloss gehört. Auch dieses Haus soll bald dem Spielen gehören.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Josephinum. Es wurde 1838 bis 1841 als Schulgebäude für das Friedrichsgymnasium gebaut, im Auftrag von Herzog Joseph von Sachsen-Altenburg. Von 1848 bis 1884 tagte hier die Landschaft, das Parlament des Herzogtums. Das Haus steht seit 1997 leer und wird saniert.

Für Kinder

Du stehst vor einem großen alten Haus. Es wurde für eine Schule gebaut, 1841 eröffnete es. Später tagte hier das Parlament des Herzogtums, also die Leute, die entscheiden, wie ein Land regiert wird. Danach war wieder eine Schule drin, eine Berufsschule. Seit 1997 steht das Haus leer. Aber es soll bald wieder voll werden. Im Frühjahr 2028 soll hier eine Erlebniswelt zum Spielen eröffnen. Was spielst du am liebsten?

Quellen

Koordinaten: 50.98461, 12.43 · auf der Karte

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