Sie stehen in der Aachener Altstadt, dem historischen Stadtkern. Diese Station ist die Station für den großen Zusammenhang, damit ich ihn an den anderen Orten nicht wiederholen muss. Die Altstadt umfasst das Gebiet, das vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von der Aachener Stadtmauer umgeben war. Nun die Reihenfolge der Stadt. In der Römerzeit gab es hier eine Siedlung mit mehreren Thermen, die das heiße Wasser der Aachener Quellen nutzten. Auch nach dem Abzug der Römer blieb sie bewohnt. Im 8. Jahrhundert ließ Karl der Große in ihrer Nähe seine Königspfalz mit Pfalzkapelle und Thermenbezirk errichten. Otto der Große ließ sich 936 in der Pfalz krönen und begründete damit die bis 1531 fortgeführte Tradition der Königskrönungen. Eine Stadt im Rechtssinn war Aachen damit noch nicht. Das wurde sie 1165, als Kaiser Friedrich I. Barbarossa der um die Pfalz gewachsenen Siedlung Markt- und Münzrecht verlieh und sie zur Freien Reichsstadt erhob. Jetzt kommen die Zahlen, an denen man Wachstum ablesen kann. 1171 begann der Bau einer Stadtmauer, 2,5 Kilometer lang, 45 Hektar umschließend, nach ihrem Initiator meist Barbarossamauer genannt. Die neuen Rechte bewirkten einen schnellen Bevölkerungsanstieg, und die Stadt wuchs über diese Mauer hinaus. 1270 begann der Bau einer zweiten Mauer: 5,3 Kilometer lang, 175 Hektar, also etwa das Vierfache der bisherigen Stadtfläche. Diese Mauer blieb bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Stadtgrenze. Sie können den Verlauf der ersten Mauer heute noch lesen, und zwar an Straßennamen. Der Grabenring folgt dem früheren Stadtgraben, und seine Namen enden überwiegend auf graben: Templergraben, Karlsgraben, Löhergraben, Kapuzinergraben, Holzgraben, Seilgraben, Hirschgraben. Entlang dieses Rings sind noch kleinere Teilstücke der Barbarossamauer erhalten. Zweimal wurde diese Altstadt weitgehend zerstört. Die mittelalterliche Stadt bestand vorwiegend aus Holz- und Fachwerkhäusern und wurde 1656 beim großen Stadtbrand zum großen Teil vernichtet, auch Dachstuhl und Turmhelme des Rathauses brannten ab. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet der Altstadt wieder zu wesentlichen Teilen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte unter weitgehender Erhaltung der mittelalterlichen Straßenverläufe und der meisten großen Bauten. Deshalb ist der mittelalterliche Stadtgrundriss trotz zweier Katastrophen im Wesentlichen noch zu erkennen. Ein Detail zum Schluss, das Ihnen beim Gehen auffallen wird: Weil die Kaiserpfalz geostet wurde, also nach der Sonne ausgerichtet, während die römischen Straßen dem Gelände folgten, entstanden im Stadtkern mehrere dreieckige Plätze. Markt, Hühnermarkt, Hof und Klosterplatz gehören dazu. Wir gehen weiter zu einem dieser Plätze.
Sie stehen in der Aachener Altstadt, dem historischen Stadtkern. Er umfasst das Gebiet, das vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts von der Stadtmauer umgeben war. Die Geschichte Aachens als Stadt begann 1165, als Kaiser Friedrich Barbarossa ihr Markt- und Münzrecht verlieh.
Du stehst in der Altstadt von Aachen, dem ältesten Teil der Stadt. Früher war um dieses Gebiet eine dicke Mauer gebaut. Die erste war 2,5 Kilometer lang, gebaut ab 1171. Dann wurden immer mehr Menschen hier geboren, und die Stadt wurde zu klein. Also baute man ab 1270 eine zweite Mauer außen herum, 5,3 Kilometer lang. Heute sind nur kleine Stücke übrig. Den Weg der alten Mauer findest du trotzdem: Viele Straßennamen enden auf graben. Suche so ein Schild.
Koordinaten: 50.77543, 6.08379 · auf der Karte