Stadtohr

Stadtrundgang Wuppertal · Station 15 von 15

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch

1973 · tanz, theater, tanztheater, kultur

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
Foto: Leafar aka raphael labbé, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Ausführlich

Hier endet der Rundgang, und die letzte Station gilt einem Ensemble, nicht einem Gebäude: dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Die Choreografin Pina Bausch gründete es 1973. Seine Heimat ist das Opernhaus, mit dem wir begonnen haben, ab 1974 spielte es dort. Damit schließt sich der Kreis. Zur Organisation: 1996 fusionierten die Wuppertaler Bühnen mit dem Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen zum Schillertheater NRW. Pina Bauschs Kompanie trat aus diesem Verband aus und wurde 1999 als Tanztheater Wuppertal Pina Bausch GmbH eigenständig. Ein umfassender Vertrag mit den seit 2001 wieder selbstständigen Wuppertaler Bühnen regelt die personelle und materielle Unterstützung. Die Stadt Wuppertal hält 95 Prozent der GmbH, fünf Prozent gehören Salomon Bausch, dem Sohn der verstorbenen Künstlerin. Dann die Jahre, in denen das Opernhaus fehlte. 2003 wurde ihm wegen großer Sicherheitsmängel die Betriebsgenehmigung entzogen. Bis zur Wiedereröffnung 2009 teilten sich das Tanztheater und die Bühnen das Elberfelder Schauspielhaus. Viele Werke, die im Opernhaus uraufgeführt worden waren, wurden dorthin übertragen, was dank der Tourneeerfahrung routiniert gelang. Zwei Theater ähnlicher Größe, mit 750 und 820 Plätzen, zu betreiben, war wegen der Haushaltslage seit 2010 fraglich. Das Tanztheater war eines der Hauptargumente für den Erhalt beider Bühnen. Am 30. Juni 2013 wurde das Schauspielhaus trotzdem geschlossen. Pina Bausch starb 2009. Ihre Trauerfeier im August wurde live auf eine Großbildleinwand im Engelsgarten übertragen, weil im Opernhaus die Plätze nicht reichten. Das Ensemble erklärte sich bereit, seinen Gastspielverpflichtungen weiter nachzukommen. Bis 2013 teilten sich die künstlerische Leitung Dominique Mercy, Ensemblemitglied seit 1973, und Robert Sturm, langjähriger Assistent von Pina Bausch. Im April 2013 übernahm Lutz Förster, früheres Ensemblemitglied. Die Spielzeit 2013/14 war die Jubiläumsspielzeit Pina40, vierzig Jahre Tanztheater. Von Mai 2017 bis Juli 2018 war Adolphe Binder Intendantin, dann endete die Zusammenarbeit, und die arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen wurden im Januar 2020 mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt. Ab 1. September 2022 war Boris Charmatz Intendant. Im März 2025 legte er sein Amt zum August nieder. Damit endet der Rundgang durch Barmen. Eines fehlt: die Schwebebahn, das Wahrzeichen der Stadt. Sie fährt seit 1901, ist die älteste noch in Betrieb befindliche Hängebahn und mit über 13 Kilometern Streckenlänge eine der längsten der Welt. Der größte Teil der Strecke verläuft über der Wupper. Sie braucht eigene Zeit. Das gilt auch für Elberfeld, die zweite große Stadt, aus der 1929 gemeinsam mit Barmen Wuppertal wurde.

Kurzfassung

Hier endet der Rundgang, mit dem Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Die Choreografin Pina Bausch gründete das Ensemble 1973. Seit 1974 spielte es im Opernhaus, mit dem der Rundgang begann. 1999 wurde es als GmbH eigenständig. Auch nach ihrem Tod 2009 tanzte das Ensemble weiter.

Für Kinder

Hier geht es um Tanz. Eine Frau namens Pina Bausch hat 1973 eine Tanzgruppe gegründet, das Tanztheater Wuppertal. Eine Choreografin denkt sich Tänze aus, und genau das hat sie getan. Die Gruppe tanzte in der Oper, mit der dieser Rundgang angefangen hat. Als Pina Bausch 2009 starb, machte die Gruppe weiter und hielt ihre Gastspiele ein. Damit endet unser Rundgang. Nur eines haben wir nicht besucht: die Schwebebahn, die seit 1901 über der Wupper fährt. Kannst du eine Geschichte tanzen, ohne zu sprechen?

Quellen

Koordinaten: 51.267804, 7.193062 · auf der Karte

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