Stadtohr

Stadtrundgang Wismar · Station 13 von 16

Markt

· marktplatz, hanse, rathaus, wasserkunst

Ausführlich

Sie stehen auf dem Markt, dem Zentrum der Altstadt. Der Platz ist rund einen Hektar groß und fast quadratisch. Eine Quelle nennt ihn ein Zeugnis der Bedeutung der Stadt, und dazu muss man die Hanse kennen. Die Hansezeit Wismars begann am 6. September 1259, als sich in Wismar Gesandte aus Lübeck und Rostock trafen, um einen Schutzvertrag gegen die zunehmende Seeräuberei zu schließen. 1280 bildete Wismar mit Stralsund, Rostock, Lübeck, Kiel und Hamburg den Wendischen Städtebund. Die Stadt blühte im Spätmittelalter auf, und sie litt. Etwa 2000 Einwohner starben 1350 am Schwarzen Tod. Schauen Sie sich auf dem Platz um. Das älteste Rathaus brannte 1351 ab. Aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts stammt das zweite, von 1819 das dritte, ein klassizistischer Bau nach Plänen von Johann Georg Barca. Die Wasserkunst von etwa 1579 bis 1602, im Stil der Niederländischen Renaissance nach Plänen von Philipp Brandin, dominiert den Platz. Das älteste Gebäude am Platz ist das Patrizierhaus Alter Schwede von etwa 1380. Aber der Platz hat auch eine dunkle Stelle. Anfang des 15. Jahrhunderts begehrten die Handwerksämter unter ihrem Anführer Claus Jesup auf und setzten einen Neuen Rat ein, der sich dauerhaft nicht halten konnte. Nach der Niederlage der hansischen Flotte in der Seeschlacht im Öresund 1427 eskalierten die Unruhen erneut. Bürgermeister Johann Bantzkow und Ratsherr Hinrik van Haren, die als Befehlshaber der Flotte geschlagen worden waren, wurden zum Tode verurteilt. Hingerichtet wurden sie am 18. November 1427 auf dem Marktplatz. Eine Gedenkplatte erinnert daran. Eine Quelle erwähnt auch Namen in den Nebenstraßen. Die Krämerstraße trägt seit dem 13. Jahrhundert den Namen der Kaufleute, die Großschmiedestraße den der Grobschmiede. Die Dankwartstraße ist nach dem Schmied Tangmar benannt, der um 1250 hier wirkte. Im Durchgang Salzfässchen stand eine Marktbude, die wie ein Salzfass aussah. Bis um 1995 diente der Markt als Parkplatz. In den 1990er Jahren und von 2006 bis 2008 wurde er saniert und ist heute Wochenmarkt. 2018 brannten zwei Häuser an der Südseite fast vollständig nieder.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Markt, dem Zentrum der Altstadt. Der fast quadratische Platz ist rund einen Hektar groß. Die Wasserkunst von etwa 1579 bis 1602 dominiert ihn. Auf diesem Platz wurden 1427 Bürgermeister Johann Bantzkow und Ratsherr Hinrik van Haren hingerichtet.

Für Kinder

Du stehst auf dem Marktplatz, dem Mittelpunkt der Altstadt. Er ist etwa einen Hektar groß und fast quadratisch. Hier steht die Wasserkunst, ein Wahrzeichen der Stadt. Früher standen am Rand kleine Marktbuden. Ein Durchgang heißt noch heute Salzfässchen, nach einer Bude, die aussah wie ein Salzfass. Bis um 1995 war der Platz ein Parkplatz. Kannst du dir hier lauter Autos vorstellen? Heute ist hier ein Wochenmarkt.

Quellen

Koordinaten: 53.89148, 11.466147 · auf der Karte

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