
Eine große Rasenfläche mit hohen Laubbäumen. Dahinter liegt ein Teich mit einer hohen Fontäne. Am anderen Ufer steht ein helles, klassizistisches Gebäude mit flacher, graublauer Kuppel. Bäume stehen an beiden Seiten.
Sie stehen im Park Warmer Damm. Er wurde in den Jahren 1859 bis 1860 am Rande des Historischen Fünfecks im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. An seinem Nordrand steht das Hessische Staatstheater. Der Name hat mit Wasser zu tun. Hier verlief ein Teil der Stadtbefestigung, ein Damm. Er begrenzte den Warmen Weiher, in dem sich die Abflüsse der Thermalquellen sammelten. Der Weiher diente als Pferdeschwemme. Er gehörte zu einer Reihe von Gräben, die im 17. Jahrhundert im sumpfigen Gelände zum Schutz der Stadt angelegt worden waren. 1805 wurde der Weiher zugeschüttet, und 1810 entstand die Wilhelmstraße, die genau durch sein Gelände führt. Der Name ging später auf den Park über, den Gartenbaudirektor Carl Friedrich Thelemann ab 1859 als Verlängerung des Kurparks entwarf. Zusammen mit dem Kurhaus und dem Kurpark war er im 19. Jahrhundert ein wichtiger Ort der Gesellschaftskur. 1879 wurde der Wilhelmsbrunnen eröffnet, sein Wasser kam aus der Quelle des Kochbrunnens. 1934 legte man ihn still und entfernte ihn. Mit dem Bau des Staatstheaters und den Parkplätzen der 1960er Jahre verlor der Park ein Viertel seiner Fläche. Ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I., 1894 geschaffen, wurde in Anwesenheit von Wilhelm II. eingeweiht. Direkt vor dem Südportal des Theaters steht seit 1905 das Schillerdenkmal von Joseph Uphues, aufgestellt zu Schillers hundertstem Todestag. Seit den 1980er Jahren stehen im Park mehrere große Skulpturen, etwa von Ricardo Ugarte de Zubiarraín, France Rotar und Klaus Simon. Es gab einmal 700 Bäume, heute sind es etwa 200. Darunter sind seltene Arten wie Pagodenbaum, Tulpenbaum, Ginkgo, Sternmagnolie und Zaubernuss. Seit 1988 hat der Park einen Teich mit Wasserfontäne, auf dem Stockenten, Nilgänse und Teichrallen leben, dazu einige Graureiher. Der Einfluss der heißen Quellen in der Umgebung sorgt für eine Blüte schon sehr früh im Jahr. Die gesamte Anlage steht unter Denkmalschutz. Während des Wilhelmstraßenfests im Juni wird der Park für eine Live-Bühne genutzt. Am Nordrand steht das Theater, zu dem wir jetzt gehen.
Sie stehen im Park Warmer Damm, einer Anlage im Stil eines englischen Landschaftsgartens. Sie wurde 1859 bis 1860 am Rande des Historischen Fünfecks angelegt. Am Nordrand steht das Hessische Staatstheater. Der Name erinnert an einen Damm der alten Stadtbefestigung.
Du stehst in einem Park, der Warmer Damm heißt. Früher war hier ein Teich, der Warme Weiher. In ihn floss das warme Wasser aus den heißen Quellen der Stadt, und er diente als Pferdeschwemme. Vor über zweihundert Jahren hat man ihn zugeschüttet. Später legte man hier einen Park an, und der Name blieb. Weil die heißen Quellen in der Nähe sind, blühen hier die Blumen schon sehr früh im Jahr. Auf dem heutigen Teich schwimmen Stockenten und Nilgänse. Findest du die großen Skulpturen?
Koordinaten: 50.0819, 8.24639 · auf der Karte