Sie stehen vor der Nikolauskirche. Die Michaelskirche in der Nachbarschaft hieß früher die Große oder Äußere Kirche. Diese hier hieß die kleine oder innere Kirche. Zum ersten Mal erwähnt wurde die Nikolauskirche 1269. Das Gebäude in seiner heutigen Form präsentiert sich im Wesentlichen seit dem gotischen Umbau im Jahr 1488. Dann kam das Jahr 1634. Beim Stadtbrand wurde die Kirche stark beschädigt. Ab 1674 baute man sie wieder auf, 1682 wurde sie eingeweiht. Die barocke Stuckkanzel schuf Heinrich Waibel. Umbaumaßnahmen folgten bis in die Gegenwart, die Ausgestaltung ist das Werk vieler Epochen. Dann änderte sich die Aufgabe der Kirche. Ab 1904 wurde sie nur noch als Tauf- und Hochzeitskirche genutzt. Um 1950 hängte man die Taufglocke, 1677 von Timotheus Hartz in Heidelberg gegossen, vom Kirchturm auf den Turm der benachbarten Michaelskirche um. 1970 gab man die Funktion als Tauf- und Hochzeitskirche auf und überließ das Haus der griechisch-orthodoxen Kirchengemeinde Waiblingen. 2001 erwarb die orthodoxe Gemeinde, die Gemeinde der heiligen Konstantin und Helena, die erheblich renovierungsbedürftige Kirche. Der Architekt Georg Mavridis leitete die Renovierung in zwei Schritten. Zuerst wurde die Fassade saniert, dann der aufwendigere Innenraum, und dafür mussten die Gottesdienste ins Gemeindehaus ziehen. Der Boden war eine Herausforderung: An sichtbaren Stellen lagen Jugendstilfliesen, an der Stelle der Bänke zeigte sich noch der alte Boden. Freigelegt wurde ein Deckengemälde aus der Zeit um 1779. Weil die Wände aus Gründen des Denkmalschutzes nicht angetastet werden sollten, musste man die gesamte Elektrik in den Boden verlegen. Die Kanzel kam wieder an ihre ursprüngliche Stelle. Ein Teil der Kirchenbänke steht heute als Wartebänke in kommunalen Einrichtungen. An der Michaelskirche begegnen Sie der Taufglocke wieder: Sie hing früher hier.
Sie stehen vor der Nikolauskirche. 1269 wurde sie erstmals erwähnt, ihre heutige Form hat sie im Wesentlichen seit dem gotischen Umbau von 1488. Früher hieß sie die kleine oder innere Kirche. Seit 1970 nutzt sie die griechisch-orthodoxe Gemeinde, die sie 2001 erwarb.
Du stehst vor der Nikolauskirche. Sie ist sehr alt: 1269 wird sie zum ersten Mal erwähnt. Früher nannte man sie die kleine Kirche, und die große, die Michaelskirche, steht gleich daneben. Beim großen Stadtbrand 1634 wurde die Kirche stark beschädigt, aber man baute sie wieder auf. Seit 1970 feiert hier die griechisch-orthodoxe Gemeinde ihre Gottesdienste. Beim Renovieren wurde ein Deckengemälde freigelegt, gemalt um 1779. Alte Kirchenbänke stehen jetzt als Wartebänke in städtischen Einrichtungen. Hast du schon einmal auf einer gesessen?
Koordinaten: 48.8315, 9.31656 · auf der Karte