Sie stehen am Hochwachtturm, am Rand der Altstadt, direkt an der Stadtmauer. Er ist eine ehemalige mittelalterliche Befestigungsanlage und ein Turm aus der Zeit der Staufer. Schauen Sie die Mauer entlang: Der Turm ist älter als die Stadtmauer. Sie wurde erst im 13. Jahrhundert auf zwei Seiten an ihn angebaut. Deshalb gehen manche Historiker davon aus, dass der Turm der Bergfried einer abgegangenen Burg aus den Zeiten der Salier und Staufer war. Der Sockel entstand spätestens 1250. Das Mauerwerk darüber stammt von etwa 1500, als der Turm erneuert wurde. Erstmals erwähnt wurde er 1506, als Vachthurm. Nach einem Brand im Jahr 1863 veränderte man das Satteldach und gab dem oberen Teil die heutige Form. Damals kam auch die steinerne Balustrade in 21,5 Metern Höhe hinzu. Die Holztreppe im Inneren stammt aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Der Turm ist 45 Meter hoch, bis zum Dachfirst sind es 37 Meter, die Grundfläche misst 7 mal 7 Meter. Er steht 243 Meter über Normalhöhennull. Bis zum Turmkranz zählt man 101 Stufen, bis zur Turmstube 126. Heute dient der Turm der Aussicht. Auf der Balustrade bietet sich ein Rundumblick über die Stadt. Im Turm gibt es die Ausstellungsräume Achim-von-Arnim-Stube und Staufermythos in Waiblingen, außerdem ein Trauzimmer. Vor dem Turm steht eine Stauferstele, 260 Zentimeter hoch, mit einem Durchmesser von etwa 80 Zentimetern. Und was haben die Staufer mit Waiblingen zu tun? Waiblingen kam in den Besitz der Karolinger und blieb unter Ottonen, Saliern und Staufern Königsgut. Der Staufer Friedrich I., besser bekannt als Friedrich Barbarossa, kam 1122 möglicherweise in Waiblingen zur Welt. Jedenfalls nannte man die Staufer in Italien Ghibellinen, das ist italienisch für Waiblinger, denn ihr Kampfruf war Waiblingen. Um 1250 erfolgte die Verleihung des Stadtrechts. Der Turm ist der dritte der drei Türme, die Eduard Mörike meinte, als er Waiblingen die Stadt mit den drei Türmen nannte. Die anderen beiden kennen Sie schon: den Beinsteiner Torturm und den Turm der Michaelskirche.
Sie stehen am Hochwachtturm, einem stauferzeitlichen Turm am Rand der Altstadt, direkt an der Stadtmauer. Sein Sockel entstand spätestens 1250. Von der Balustrade in 21,5 Metern Höhe bietet sich ein Rundumblick über die Stadt. Im Turm gibt es auch eine Ausstellung zum Staufermythos.
Du stehst vor dem Hochwachtturm. Er ist 45 Meter hoch. Bis zum Turmkranz sind es 101 Stufen, bis zur Turmstube sogar 126. Auf der Balustrade in 21,5 Metern Höhe hast du einen Rundumblick über die Stadt. Kennst du das Wort Ghibellinen? Die Staufer, eine Herrscherdynastie, wurden in Italien so genannt. Das ist das italienische Wort für Waiblinger. Ihr Kampfruf war: Waiblingen. Stell dir vor, der Name deiner Stadt wäre ein Kampfruf. Wie viele Stufen schaffst du ohne Pause?
Koordinaten: 48.83179, 9.314323 · auf der Karte