Stadtohr

Stadtrundgang Waiblingen · Station 6 von 16

Galerie Stihl Waiblingen

2008 · kunstmuseum, papier, architektur, rems

Ausführlich

Sie stehen vor der Galerie Stihl Waiblingen. Die städtische Galerie wurde im Mai 2008 eröffnet und ist auf Arbeiten auf und aus Papier spezialisiert. Drei Wechselausstellungen zeigt sie pro Jahr. Der Name hat zwei Seiten. Er würdigt eine großzügige Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung, die den Bau ermöglichte, und er verweist zugleich auf die Trägerin des Hauses, die Stadt Waiblingen. Nun der Bau. Der Stuttgarter Architekt Hartwig N. Schneider entwarf zwei Neubauten direkt an der Rems und erhielt dafür den Verzinkerpreis 2011 und den Hugo-Häring Landespreis 2012. Schauen Sie auf die Wände: Eine Haut aus durchscheinendem Industrieglas umschließt beide Gebäude, und nur eine Gasse trennt sie. Im kleineren Haus ist die Kunstschule Unteres Remstal untergebracht, im größeren die Galerie. Bei Dunkelheit dringt Licht aus der Galerie durch die Wände nach außen. Betont werden der Werkstattcharakter, die Nähe zu einer industriehaften Alltagstauglichkeit und die Robustheit. Innen läuft man über grauen Magnesitestrich und blickt auf Wände und Decken aus Sichtbeton. Ein dritter Neubau steht dort, wo früher die alte Häckermühle stand. Unter einem großen Satteldach, das mit den Dächern der Altstadt korrespondiert, liegen das Galeriecafé Vorratskammer, im Juni 2021 neu eröffnet, und die Verwaltung der Galerie. Zum Ensemble gehört auch ein Kunstwerk: Seit Juli 2009 ergänzt der Pavillon für Waiblingen des dänischen Künstlers Olafur Eliasson die Anlage, eine Schenkung der Eva Mayr-Stihl Stiftung. Er greift das Thema Wasser auf, also die Rems, und die industriell anmutende Architektur von Kunstschule und Galerie. Was zeigt die Galerie? Drei Bereiche. Erstens klassische Arbeiten auf Papier, etwa Zeichnungen, Druckgrafiken, Aquarelle oder Collagen. Zweitens Papier als Mittel der Massenkommunikation: Karikaturen, Bildergeschichten, Comics, Plakate. Drittens angewandte Zeichnung aus Architektur, Design und Technik, also Bauzeichnungen, Modezeichnungen oder Konstruktionszeichnungen. Im Eröffnungsjahr waren die Mezzotinten Turners und die Radierungen von Rembrandt zu sehen. Und die Galerie hat einen Freundeskreis mit über 400 Mitgliedern.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Galerie Stihl Waiblingen, die im Mai 2008 eröffnet wurde. Das städtische Ausstellungshaus ist auf Arbeiten auf und aus Papier spezialisiert und zeigt drei Wechselausstellungen im Jahr. Seinen Namen verdankt es einer Spende der Eva Mayr-Stihl Stiftung.

Für Kinder

Du stehst vor einer Galerie. Hier werden Bilder auf Papier gezeigt: Zeichnungen, Plakate und sogar Comics. Gebaut wurde sie 2008, direkt an der Rems. Eine Haut aus Glas umschließt das Haus, und das Glas lässt das Licht durch. Wenn es dunkel wird, dringt das Licht aus der Galerie durch die Wände nach draußen. Neben dem Haus steht ein Kunstwerk, das das Thema Wasser aufgreift, den Pavillon für Waiblingen. Kennst du Comics? Auch die werden in dieser Galerie ausgestellt.

Quellen

Koordinaten: 48.8344, 9.31727 · auf der Karte

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