Sie stehen vor der Kunsthalle Weishaupt, am Ende unseres Rundgangs. Der Platz trägt die Namen der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, die ab 1932 in Ulm aufwuchsen. Die Kunsthalle beherbergt eine Privatsammlung moderner Kunst. Bauherr und Finanzier war der Unternehmer und Mäzen Siegfried Weishaupt. Gebaut wurde sie für zehn Millionen Euro von 2005 bis 2007, im Rahmen der Neubebauung „Ulm Neue Mitte“. Das Gebiet im Zentrum war nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg mit Architektur bebaut worden, die heute als wenig wertvoll gilt, und mit Straßenschneisen, etwa der Neuen Straße. Das Gesamtprojekt, dessen Schlusspunkt die Kunsthalle war, erhielt 2006 beim Deutschen Städtebaupreis eine Auszeichnung. Weishaupt vergab den Entwurf ohne Ausschreibung oder Wettbewerb an das Münchner Büro von Wolfram Wöhr, einen Schüler von Richard Meier, dessen Stadthaus wir vorhin gesehen haben. Die Gestaltung und der verglaste Übergang zum Museum Ulm sind in Teilen der Ulmer Öffentlichkeit umstritten. Die Stadt stellte das Grundstück und bezahlt das Personal für den Gebäudeunterhalt, die Baukosten trug Weishaupt allein. Die Eintrittsgelder gehen an die Stadt. Nach 66 Jahren soll das Haus laut Vertrag ganz der Stadt gehören. Die Eröffnung war am 24. November 2007. Siegfried Weishaupt und seine Frau sammeln seit 1967 moderne Kunst, nach den Worten Weishaupts immer aus dem Bauch heraus. Die Sammlung enthält über 400 Gemälde und Plastiken, darunter Werke von Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Willem de Kooning und Keith Haring. Ein Schwerpunkt ist die internationale Farbfeldmalerei der 1960er Jahre, mit Mark Rothko, Ad Reinhardt und Frank Stella, ein weiterer sind Werke der Düsseldorfer Gruppe ZERO. Die Museumsdirektorin ist Weishaupts Tochter, die Kunsthistorikerin Kathrin Weishaupt-Theopold. Die erste Schau hieß „Einfach Sehen“ und zeigte rund 70 Werke von 50 Künstlern. Damit endet unser Rundgang. Er begann bei einer Kirche, die die Bürger selbst bezahlt haben, und er endet bei einem Haus, das ein Mäzen finanziert hat, im Gebiet der Neuen Mitte.
Sie stehen vor der Kunsthalle Weishaupt am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz. Sie beherbergt eine Privatsammlung moderner Kunst und wurde am 24. November 2007 eröffnet. Der Unternehmer Siegfried Weishaupt zahlte den Bau von zehn Millionen Euro allein. Mit ihr endet der Rundgang.
Das ist die letzte Station. Du stehst vor einer Kunsthalle. Ein Mann namens Siegfried Weishaupt hat sie bauen lassen und bezahlt. Er sammelt mit seiner Frau seit 1967 moderne Kunst, über 400 Gemälde und Plastiken. Eröffnet wurde das Haus am 24. November 2007. Der Platz heißt Hans-und-Sophie-Scholl-Platz, nach Hans und Sophie Scholl, zwei Widerstandskämpfern, die ab 1932 in Ulm aufwuchsen. Hier hängen Bilder von Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Welche Station unseres Rundgangs hat dir am besten gefallen?
Koordinaten: 48.3976, 9.99492 · auf der Karte