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Der Weg des Silbers nach Dresden

Sächsische Silberstraße · Vom Erzgebirge nach Dresden

3Städte
155 kmFahrstrecke
2 h 14 minFahrzeit
43Stationen

Die Sächsische Silberstraße ist eine 140 Kilometer lange Ferienstraße und die erste ihrer Art in Sachsen. Sie verbindet Sehenswürdigkeiten und touristische Angebote im Erzgebirge und im Erzgebirgsvorland, die mit dem jahrhundertealten Bergbau- und Hüttenwesen zusammenhängen. Seit 2012 wird sie als Sächsisch-Böhmische Silberstraße vermarktet, verlängert von Annaberg-Buchholz bis nach Ostrov.

Über 800 Jahre prägte der Bergbau das Erzgebirge, am Anfang vor allem der Silberbergbau, dazu seine Zulieferindustrien und Gewerke. Es entstanden Bergwerke, Hüttenwerke und Münzstätten, aus denen bis heute Traditionen und Bräuche hervorgegangen sind. Mehrere technische Denkmale, vor allem Schaubergwerke und Hammerwerke, führten zusammen mit der Mittelgebirgslandschaft zur Ferienstraße.

Die Straße geht auf historische Erztransportwege zurück, etwa den Silberwagenweg von Annaberg-Buchholz über Wolkenstein, Lengefeld und Brand-Erbisdorf nach Freiberg und die Silberstraße von Scharfenberg nach Freiberg. Sie steht für den Weg des Silbers aus den Bergwerken im Erzgebirge zu den Erzaufbereitungsstätten. Von Freiberg führt sie über Tharandt und Freital weiter nach Dresden, auch im Zuge des historischen Fürstenwegs durch den Tharandter Wald, bis in das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer der Wettiner. Sie beginnt in Zwickau, ihr Verlauf ist mit einem silbernen „S“ gekennzeichnet.

An der Strecke liegen Zeugnisse des sächsischen Montanwesens, etwa das Lehr- und Forschungsbergwerk „Reiche Zeche“ und „Alte Elisabeth“, der Eisenhammer Dorfchemnitz und der Frohnauer Hammer. Spätgotische Hallenkirchen, Bauwerke der sächsischen Renaissance und Dorfkirchen mit Kunstwerken des Orgelbaus, für den der Name Gottfried Silbermann steht, zeugen vom ehemaligen Reichtum der Bergbauregion. In Freiberg gibt es bedeutende Mineraliensammlungen wie die terra mineralia. Auch in Dresden hatte der Erlös aus dem Silberbergbau einen beträchtlichen Anteil an den Kunstsammlungen und an der Entstehung architektonischer Denkmale. Veranstaltungen entlang der Straße geben Einblick in Bergparaden, Weihnachtsbräuche und Volkskunde; zum Handwerk gehören das Schnitzen, Klöppeln und Zinngießen sowie die Herstellung von Weihnachtspyramiden, Nussknackern und Räuchermännchen.

Unsere Strecke verbindet drei Städte der Silberstraße: Zwickau, Freiberg und Dresden. Sie liegen zusammen 155 Kilometer auseinander, die Fahrzeit beträgt 2 Stunden und 14 Minuten.

ZwickauFreibergDresden

Die 3 Halte

Halt 1

Zwickau

Kohle, Kirchen und ein Komponist · 12 Stationen · 3,9 km zu Fuß

Zwickau steht am Anfang der Silberstraße, die von hier über die Bergstadt Schneeberg, Aue und Schwarzenberg nach Annaberg-Buchholz und weiter nach Freiberg führt. Die Kirche St. Marien, erste Station des Rundgangs, entstand im späten 12. Jahrhundert als romanische Saalkirche und wurde im 15. und 16. Jahrhundert zur spätgotischen Hallenkirche umgebaut. Weiter geht es unter anderem zum Schloss Osterstein und zum Alten Gasometer.

Rundgang Zwickau →

↓ 98 km · 1 h 18 min Fahrt

Halt 2

Freiberg

Silber, Orgeln und ein Steigerlied · 15 Stationen · 3,3 km zu Fuß

Nach Freiberg führten der Silberwagenweg von Annaberg-Buchholz und die Silberstraße von Scharfenberg. Der Dom, an dem der Rundgang beginnt, ist eine der spätgotischen Hallenkirchen, die vom Reichtum der Bergbauregion zeugen; er wurde 1512 neu eingeweiht. Zu den Stationen zählen außerdem das Silbermannhaus und das Bergarchiv. In der Stadt liegen bedeutende Mineraliensammlungen wie die terra mineralia.

Rundgang Freiberg →

↓ 57 km · 56 min Fahrt

Halt 3

Dresden

Sandstein, Kuppel und ein geraubter Diamant · 16 Stationen · 3,3 km zu Fuß

Die Silberstraße führt bis nach Dresden, in das Grüne Gewölbe, die Schatzkammer der Wettiner. Auch bei den Kunstsammlungen und Denkmalen der Stadt hatte der Erlös aus dem Silberbergbau einen beträchtlichen Anteil. Das Grüne Gewölbe liegt auf dem Rundgang, der an der Frauenkirche beginnt: Sie entstand 1726 bis 1743, brannte in der Nacht zum 14. Februar 1945 aus und wurde von 1993 bis 2005 wiederaufgebaut.

Rundgang Dresden →

Häufige Fragen

Wie lange braucht man für die Sächsische Silberstraße?

Die reine Fahrzeit beträgt 2 h 14 min auf 155 Kilometern. Dazu kommen 43 Stationen in 3 Städten – wer alle Rundgänge geht, plant mehrere Tage ein.

Was kostet das?

Nichts. Alle Rundgänge auf dieser Strecke sind kostenlos, ohne Konto und ohne Installation. Sie öffnen sie im Browser und gehen los.

Muss ich die Reihenfolge einhalten?

Nein. Jede Stadt steht für sich und hat ihren eigenen Rundgang. Die Reihenfolge hier ist nur der kürzeste Weg von einer zur nächsten.

Brauche ich ein Auto?

Für die Strecke zwischen den Städten ja. In den Städten selbst sind alle Rundgänge zu Fuß gedacht.

Der Verlauf folgt dem Wikipedia-Artikel „Silberstraße“. Die Fahrstrecken sind mit OpenStreetMap-Daten berechnet.