Stadtohr

Alle Städte · Strecken

Ein Netz aus Zechen, Halden und Siedlungen

Route der Industriekultur · Das Ruhrgebiet von Duisburg bis Dortmund

5Städte
74 kmFahrstrecke
1 h 32 minFahrzeit
76Stationen

Die Route der Industriekultur ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR). Sie verbindet als touristische Themenstraße die Industriedenkmäler des Ruhrgebiets, die nach Einschätzung des RVR die wichtigsten und touristisch attraktivsten sind. Die Auswahl der Stationen trifft der Verband selbst.

Trotz des Namens ist die Route keine einzelne Strecke, sondern ein Netz. Es verbindet Museen, Ausstellungen, Aussichtspunkte mit Panoramablick und historisch bedeutsame Siedlungen. Die einzelnen Orte zeigen die industriellen Entwicklungen der vergangenen Jahrhunderte im Ruhrgebiet. Für Radfahrer gibt es ein eigenes Wegenetz. Ausgeschildert ist außerdem eine etwa 400 Kilometer lange Ferienstraße, die sämtliche Attraktionen einschließt. Die Route ist als „Regionale Route“ Teil der ERIH, der Europäischen Route der Industriekultur.

Zu den 56 Hauptattraktionen zählen 27 Ankerpunkte, 17 Aussichtspunkte mit Panoramablick in die Industrielandschaft und 13 bedeutende Arbeitersiedlungen. Zu den Ankerpunkten gehören mehrere technik- und sozialgeschichtliche Museen; sie sind Erlebnisorte und Knotenpunkte für Informationen. Zentrales Besucherzentrum ist das Welterbe Zollverein in Essen. Braune Hinweisschilder mit weißer Schrift weisen auf die Hauptattraktionen hin.

Von den Ankerpunkten gehen Themenrouten aus, die zu über 900 Industrie- und Technikdenkmälern führen. Sie heißen zum Beispiel „Krupp und die Stadt Essen“, „Arbeitersiedlungen“, „Kanäle und Schifffahrt“ oder „Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier“. Der RVR überarbeitet das Netz regelmäßig. Ende 2020 kam die Themenroute „Eisen & Stahl“ hinzu, im März 2021 wurde die Zahl der Ankerpunkte auf 27 erhöht. Mehr als sieben Millionen Besucher kommen jedes Jahr entlang der Route.

Unsere Strecke greift fünf Städte aus diesem Netz heraus: Duisburg, Essen, Bochum, Herne und Dortmund. Sie liegen zusammen 74 Kilometer auseinander, die Fahrzeit beträgt 1 Stunde und 32 Minuten. Zu den Ankerpunkten in diesen Städten zählen der Innenhafen in Duisburg, die Villa Hügel in Essen, das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum und die Kokerei Hansa in Dortmund. In Herne-Börnig liegt die Siedlung Teutoburgia.

DuisburgEssenBochumHerneDortmund

Die 5 Halte

Halt 1

Duisburg

Pfalz, Speicher und ein Turm ohne Helm · 15 Stationen · 5,2 km zu Fuß

Duisburg hat drei Ankerpunkte der Route: das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, den Innenhafen und den Landschaftspark Duisburg-Nord. Am Anfang des Rundgangs steht die Salvatorkirche, deren Turm seit dem Zweiten Weltkrieg keinen Helm mehr trägt; im Inneren liegt der Kartograph Gerhard Mercator begraben. Später führt der Weg zum Innenhafen, zum Portsmouth Damm und zum Speicher Allgemeine.

Rundgang Duisburg →

↓ 23 km · 23 min Fahrt

Halt 2

Essen

Äbtissinnen, Krupp und Kunst · 16 Stationen · 5,2 km zu Fuß

In Essen liegt das Welterbe Zollverein, das zentrale Besucherzentrum der Route; allein dieser Industriekomplex zieht jährlich etwa 1,7 Millionen Besucher an. Auch die Kokerei Zollverein und die Villa Hügel sind Ankerpunkte, die Margarethenhöhe und Altenhof II zählen zu den bedeutenden Siedlungen. Der Rundgang durch die Innenstadt beginnt am Museum Folkwang, dessen Sammlung seit 1922 in Essen ist.

Rundgang Essen →

↓ 19 km · 23 min Fahrt

Halt 3

Bochum

Kohle, Glocken und ein Kuhhirte · 16 Stationen · 5,2 km zu Fuß

Das Deutsche Bergbau-Museum ist Ankerpunkt der Route und erste Station des Rundgangs. Den Gründungsvertrag schlossen am 1. April 1930 die Stadt Bochum und die Westfälische Berggewerkschaftskasse; unter dem Gelände liegt ein Anschauungsbergwerk mit etwa 2,5 Kilometern Strecke. Zwei weitere Ankerpunkte sind die Jahrhunderthalle und das Eisenbahnmuseum in Dahlhausen, dazu kommen der Aussichtspunkt Tippelsberg und die Siedlung Dahlhauser Heide.

Rundgang Bochum →

↓ 7 km · 17 min Fahrt

Halt 4

Herne

Ziegel, Kohle und das Gedächtnis der Stadt · 13 Stationen · 6,5 km zu Fuß

Der Rundgang durch Herne führt vom LWL-Museum für Archäologie und Kultur bis zur Kreuzkirche. Das Landesmuseum stellt 250.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Westfalen in den Mittelpunkt, der größte Teil des Hauses liegt unter der Erde. Auf der Route der Industriekultur steht in Herne-Börnig die Siedlung Teutoburgia, eine der 13 besonders bedeutenden Arbeitersiedlungen.

Rundgang Herne →

↓ 25 km · 29 min Fahrt

Halt 5

Dortmund

Adler, Altäre und Wiederaufbau · 16 Stationen · 4,5 km zu Fuß

Dortmund hat drei Ankerpunkte: die DASA, die Kokerei Hansa und die Zeche Zollern II/IV. Eine eigene Themenroute heißt „Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier“; der Fernsehturm Florian und die Hohensyburg gehören zu den Panoramen. Der Rundgang durch die Innenstadt beginnt an St. Reinoldi, der evangelischen Stadtkirche mit dem heute 104 Meter hohen Turm.

Rundgang Dortmund →

Häufige Fragen

Wie lange braucht man für die Route der Industriekultur?

Die reine Fahrzeit beträgt 1 h 32 min auf 74 Kilometern. Dazu kommen 76 Stationen in 5 Städten – wer alle Rundgänge geht, plant mehrere Tage ein.

Was kostet das?

Nichts. Alle Rundgänge auf dieser Strecke sind kostenlos, ohne Konto und ohne Installation. Sie öffnen sie im Browser und gehen los.

Muss ich die Reihenfolge einhalten?

Nein. Jede Stadt steht für sich und hat ihren eigenen Rundgang. Die Reihenfolge hier ist nur der kürzeste Weg von einer zur nächsten.

Brauche ich ein Auto?

Für die Strecke zwischen den Städten ja. In den Städten selbst sind alle Rundgänge zu Fuß gedacht.

Der Verlauf folgt dem Wikipedia-Artikel „Route der Industriekultur“. Die Fahrstrecken sind mit OpenStreetMap-Daten berechnet.