Die Burgenstraße zählt zu den Ferienstraßen Deutschlands. Gegründet wurde sie 1954 als Arbeitsgemeinschaft, zunächst für die Strecke von Mannheim über Heilbronn bis Nürnberg. 2002 wurde daraus ein Verein, dessen Mitglieder Orte an der Route sind.
Ihr Verlauf blieb nicht gleich. Nach den Grenzöffnungen im Osten gelang es 1994, die Burgenstraße bis nach Prag auszuweiten. Diese Zusammenarbeit wurde Ende 2017 eingestellt. Vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2025 führte die Straße von Mannheim bis nach Bayreuth. Seit dem 1. Januar 2026 beginnt sie in Heidelberg und Schwetzingen und ist rund 840 Kilometer lang. Ein Radtourenbuch von 2013 spricht noch von über 90 Burgen und Schlössern zwischen Mannheim und Prag.
Die Route beginnt am Schloss Schwetzingen. Sie führt über Heidelberg und von dort durch das Neckartal, das Hohenloher Land, die Frankenhöhe, das Fränkische Seenland, das Altmühltal, die Fränkische Alb, die Fränkische Schweiz, die Haßberge, das Heldburger Land und den Frankenwald nach Bayreuth. Unterwegs liegen Orte in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern und Thüringen. Genannt werden die Burgruine Weibertreu in Weinsberg, die Festung Rosenberg in Kronach und die Plassenburg in Kulmbach, aber auch Residenzen, Gärten und ganze Altstädte. Neben der Route für Autofahrer gibt es einen Fernradwanderweg, den Burgenstraßen-Radweg. Er verläuft überwiegend auf Nebenstraßen; größere Steigungen warten an Kocher und Jagst und in der Fränkischen Schweiz.
Acht Städte dieses Portals liegen an der Strecke: Mannheim, Heidelberg, Heilbronn, Ansbach, Nürnberg, Bamberg, Coburg und Bayreuth. Wer sie in dieser Reihenfolge anfährt, legt rund 485 Kilometer zurück. Die Fahrzeit beträgt sechs Stunden und 45 Minuten. Mannheim steht für den Ursprung der Straße, ist heute aber nicht mehr ihr Anfang. Auf den Rundgängen begegnen Ihnen Bauten ganz verschiedener Art: die Residenz der Kurfürsten von der Pfalz in Mannheim, das Heidelberger Schloss, ebenfalls Kurfürstensitz, die Residenz der Markgrafen in Ansbach, die Kaiserburg in Nürnberg und die Veste Coburg, die nie kämpfend erobert wurde.
Festung, Kurfürst und die schiefe Liesel · 16 Stationen · 5,3 km zu Fuß
Mannheim ist der Ursprung der Burgenstraße: 1954 wurde die Arbeitsgemeinschaft für die Strecke von Mannheim über Heilbronn bis Nürnberg gegründet, und von 2018 bis Ende 2025 führte die Straße von hier bis Bayreuth. Der Rundgang beginnt am Schloss, der ehemaligen Residenz der Kurfürsten von der Pfalz. Die barocke Dreiflügelanlage wurde ab 1720 gebaut; seit 1967 sitzt die Universität darin.
Rundgang Mannheim →↓ 22 km · 29 min Fahrt
Ruine, Riesenfass und ein Affe mit Spiegel · 16 Stationen · 4,5 km zu Fuß
Heidelberg gehört seit dem 1. Januar 2026 zum Anfang der Burgenstraße, zusammen mit Schwetzingen. Die Route nennt das Schloss und die Altstadt, und der Rundgang verbindet beides. Er beginnt am Schloss, in dem die Kurfürsten von der Pfalz fast drei Jahrhunderte residierten, und führt dann durch die Altstadt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss zweifach zerstört, 1764 brannte es nach einem Blitzschlag erneut.
Rundgang Heidelberg →↓ 64 km · 1 h 01 min Fahrt
Quelle, Orden und der 4. Dezember 1944 · 16 Stationen · 3,4 km zu Fuß
Heilbronn war von Anfang an dabei: Die Arbeitsgemeinschaft von 1954 galt der Strecke von Mannheim über Heilbronn bis Nürnberg. Die Route nennt hier das Deutschordensschloss Kirchhausen. Der Rundgang bleibt in der Innenstadt und beginnt an der Kilianskirche, deren Westturm 1529 vollendet wurde. Am 4. Dezember 1944 wurde die Kirche fast vollständig zerstört.
Rundgang Heilbronn →↓ 113 km · 1 h 20 min Fahrt
Markgrafen, Rokoko und ein Pferd mit drei Augen · 16 Stationen · 3,9 km zu Fuß
In Ansbach nennt die Burgenstraße die Markgräfliche Residenz, die Orangerie und den Hofgarten. Der Rundgang beginnt an der Residenz, dem ehemaligen Sitz der Markgrafen. Markgraf Karl Wilhelm Friedrich ließ die barocke Vierflügelanlage ab 1731 von Leopoldo Retti bauen. Seit 1806 sitzt hier die Regierung; später kommen Sie an der Orangerie vorbei.
Rundgang Ansbach →↓ 60 km · 54 min Fahrt
Kaiser, Kaufleute und Dürers Haus · 15 Stationen · 3,8 km zu Fuß
Für Nürnberg nennt die Burgenstraße die Kaiserburg. Sie bildet mit der Burggrafenburg die Doppelburg, die als Nürnberger Burg das Wahrzeichen der Stadt ist. Die frühesten baulichen Spuren stammen aus der Zeit um 1000, nach den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde sie in historischen Formen wieder aufgebaut. Dort beginnt der Rundgang; er führt weiter zum Pellerhaus und zum Alten Rathaus.
Rundgang Nürnberg →↓ 62 km · 54 min Fahrt
Bischof, Bürger und ein steinerner Reiter · 16 Stationen · 4,5 km zu Fuß
Bamberg bringt drei Orte in die Burgenstraße ein: die Altenburg, die Alte Hofhaltung und die Neue Residenz. Die Neue Residenz liegt auf dem Rundgang, der am Dom beginnt. König Heinrich II. legte 1004 den Grundstein des Doms, der erste Dom wurde 1012 geweiht. Nach zwei Großfeuern folgte 1237 eine erneute Weihe.
Rundgang Bamberg →↓ 56 km · 48 min Fahrt
Herzöge, Luther und ein Bratwurstmännle · 16 Stationen · 4,5 km zu Fuß
Coburg ist mit drei Orten vertreten: der Veste Coburg, Schloss Ehrenburg und Schloss Callenberg. Der Rundgang beginnt an der Veste, die auch Fränkische Krone heißt und 1225 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Sie wurde zur Festung ausgebaut und nie kämpfend erobert. Von dort, rund 160 Meter über dem Stadtzentrum, geht es hinunter in die Residenzstadt, auch zum Schloss Ehrenburg.
Rundgang Coburg →↓ 107 km · 1 h 19 min Fahrt
Wilhelmines Oper und ein vergessenes Licht · 16 Stationen · 3,1 km zu Fuß
In Bayreuth endet die Burgenstraße. Die Route nennt das Neue Schloss, das Alte Schloss und die Eremitage. Der Rundgang beginnt am Markgräflichen Opernhaus, erbaut zwischen 1744 und 1750 und seit dem 30. Juni 2012 UNESCO-Welterbe. Später führt der Weg zum Neuen Schloss.
Rundgang Bayreuth →Die reine Fahrzeit beträgt 6 h 45 min auf 485 Kilometern. Dazu kommen 127 Stationen in 8 Städten – wer alle Rundgänge geht, plant mehrere Tage ein.
Nichts. Alle Rundgänge auf dieser Strecke sind kostenlos, ohne Konto und ohne Installation. Sie öffnen sie im Browser und gehen los.
Nein. Jede Stadt steht für sich und hat ihren eigenen Rundgang. Die Reihenfolge hier ist nur der kürzeste Weg von einer zur nächsten.
Für die Strecke zwischen den Städten ja. In den Städten selbst sind alle Rundgänge zu Fuß gedacht.