Sie stehen vor der Kirche St. Veit, einer gotischen Saalkirche und katholischen Filialkirche. Ihre Geschichte beginnt mit einem Feuer. 1393 brannte die Stadt, und nach dem Stadtbrand baute man in der Nähe des ehemaligen Steinertors eine Votivkirche. 1404 weihte der Regensburger Weihbischof Seyfried sie dem heiligen Vitus. Er gilt als Schutzpatron gegen die Verwüstungen des Feuers. Das passt zu dieser Stadt: Auf dem Stadtturm hielt der Türmer nach Feuer Ausschau, die Fraunhoferstraße wurde nach dem Stadtbrand von 1780 aufgeweitet, und auch das Rathaus, das Sie eben gesehen haben, brannte 2016. Seit 1450 ist die Kirche Sitz der Priesterbruderschaft St. Salvator. Sie steht unter Denkmalschutz. 1702/03 wurde sie barockisierend ausgebaut, unter anderem mit den Figuren der Ecclesia und der Bavaria. Die Altarblätter an den ersten beiden Seitenwänden zeigen die Feuerproben der heiligen Kunigunde und des heiligen Tiburtius. Laut Überlieferung hat sie 1718 Cosmas Damian Asam gemalt, den Namen kennen Sie vom Ursulinenkloster. Tiburtius ist auch der zweite Patron der Basilika St. Jakob, mit der unser Rundgang begann. 1762 erfolgte eine weitere barocke Umgestaltung des Innenraums, unter anderem mit Fresken von Felix Hölzl. Laub und Genien des Orgelprospekts schuf 1741 der Bildhauer Simon Hofer. Dann die jüngere Geschichte. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten auch evangelische Christen die Kirche für ihre Gottesdienste, weil ihre Christuskirche durch Bombenangriffe zerstört worden war. 1961 restaurierte der Straubinger Kunstmaler Albert Lauerbach das Innere. Aus baulichen Gründen war die Kirche später geschlossen, für 2021 war eine abschließende Renovierung vorgesehen. Die nächste Station liegt wieder am Stadtplatz: die Dreifaltigkeitssäule.
Sie stehen vor der Kirche St. Veit, einer gotischen Saalkirche. Sie wurde nach dem Stadtbrand von 1393 als Votivkirche gebaut und 1404 dem heiligen Vitus geweiht, dem Schutzpatron gegen die Verwüstungen des Feuers. Barock umgestaltet wurde sie 1702/03 und 1762.
Du stehst vor der Kirche St. Veit. Sie wurde nach einem großen Stadtbrand gebaut, dem von 1393. Sie ist dem heiligen Vitus geweiht, dem Schutzpatron gegen die Verwüstungen des Feuers. Das geschah 1404. Drinnen gibt es Bilder, die laut Überlieferung ein Maler namens Cosmas Damian Asam gemalt hat, im Jahr 1718. Nach dem Zweiten Weltkrieg feierten hier auch evangelische Christen, weil ihre Kirche bei Bombenangriffen zerstört war. Was meinst du: Warum baut man nach einem Stadtbrand eine Kirche für einen Heiligen, der vor Feuer schützen soll?
Koordinaten: 48.880519709, 12.569630141 · auf der Karte