Sie stehen vor der St.-Jakobi-Kirche, der letzten Station unseres Rundgangs. Sie wurde 1303 erstmals erwähnt und ist die jüngste der drei evangelischen Pfarrkirchen. Heute wird sie als Kulturkirche genutzt. Die Kirche ist eine dreischiffige, siebenjochige Pfeilerbasilika mit geradem Chorabschluss und einem Turm im Westen. Die Mauern bestehen aus klosterformatigen Backsteinen. Erwähnt wird sie in einer Urkunde vom 9. August 1303, in der Fürst Sambor den Ratsmännern das Patronat der Schule zu St. Jakobi übertrug. Offenbar war die Kirche damals im Bau. Der Chor wurde wahrscheinlich 1321 fertig, zwei Grabsteine von 1331 und 1333 sind die ältesten Zeugnisse. Für den weiteren Aufbau in den 1340er Jahren stifteten fromme Stralsunder Ziegel. Ein Heinrich Sommerstorp wird 1347 mit 20.000 gestifteten Ziegeln erwähnt. Wegen des schlechten Baugrundes kam es beim Bau der Kapellen in den 1380er- und 1390er-Jahren zu einer Schiefstellung der westlichen Pfeiler, die noch heute vorhanden ist. Schauen Sie sich die Pfeiler an. Der Turm wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts umgebaut und um 1488 fertiggestellt. 1382 war der Turm der Marienkirche eingestürzt, auch wegen des Untergrundes. Wahrscheinlich nahm man diese Erfahrung beim Neubau des Jakobiturms mit. Die Kirche hat viel überstanden. Bei der abgewehrten Belagerung durch Wallenstein trafen 30 Kanonenkugeln die Kirche. 1662 schlug der Blitz ein, die Turmpyramide aus Holz brannte, und die Glocken schmolzen. Der Turm erhielt die barocke Haube, die Sie noch heute sehen. 1715 im Nordischen Krieg bekam die Kirche mindestens 40 Treffer. Nach der Besetzung durch die Franzosen diente sie als Pferdestall und Gefängnis. Beim Bombenangriff auf Stralsund am 6. Oktober 1944 erhielt sie einen schweren Treffer. Dachstuhl und Gurtbögen stürzten teilweise ein, Plünderer stahlen Orgelpfeifen und Holz zum Heizen. Zur Sicherung der seit dem Mittelalter schief stehenden Pfeiler zog man bei den ersten Instandsetzungen nach 1949 eiserne Träger ein. Ab den 1980er Jahren richtete der Bauhof der Landeskirche sich im Kirchenschiff ein. Ein Bauunternehmen nutzte die Kirche noch bis 1994 als Lager und Garage. Seit dem Auszug wird sie mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz schrittweise saniert. Der Gustav-Adolf-Saal im Turm wird für Theatervorführungen hergerichtet. Zu besonderen Ereignissen finden in der Kirche Kunstmessen statt. Sie haben an diesem Rundgang Backstein, Blitze und Handel kennengelernt. Danke, dass Sie mitgegangen sind.
Sie stehen vor der St.-Jakobi-Kirche. Sie wurde 1303 erstmals erwähnt und ist die jüngste der drei evangelischen Pfarrkirchen Stralsunds. Wegen schlechten Baugrundes stehen ihre westlichen Pfeiler bis heute schief. Heute wird sie als Kulturkirche genutzt. Hier endet der Rundgang.
Das ist die jüngste der drei großen Kirchen der Stadt, und sie steht ein wenig schief. Wegen des weichen Baugrundes neigen sich die westlichen Pfeiler, bis heute. Der Blitz hat hier zugeschlagen, und die Glocken schmolzen. Im Krieg wurde die Kirche schwer beschädigt, später lagerte hier ein Bauunternehmen. Jetzt ist die Kirche eine Kulturkirche, in der es Kunstmessen gibt. Siehst du, ob irgendwo eine Säule schief steht? Das war die letzte Station. Danke fürs Mitgehen.
Koordinaten: 54.3132, 13.0928 · auf der Karte