Willkommen in Speyer. Wir beginnen am Dom, aber zuerst ein Wort zur Stadt. Speyer ist eine römische Gründung, damals Noviomagus, und eine der ältesten Städte Deutschlands. Als Spira wurde sie um 600 Zentrum des Speyergaues. Im Mittelalter war sie als freie Reichsstadt eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches. Nun der Dom. Offiziell heißt er Domkirche St. Maria und St. Stephan und ist die Kathedrale des Bistums Speyer. Er zählt zu den drei romanischen Kaiserdomen in Deutschland, ist seit 1981 Welterbe und die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Beim Baubeginn nennt der Dom-Quelle vermutlich 1025, der Wikipedia-Quelle zur Stadt 1030. Urkunden zur Gründung sind nicht überliefert. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe, 1025, und sage dazu, dass es zwei gibt. Auch beim Jahr des Domes gibt es zwei: Wikidata nennt 1080, eine Quelle die Weihe 1061. Ich nenne die ältere. Eine Legende berichtet, Konrad II. habe am selben Tag den Grundstein zum Kloster Limburg und zum Dom gelegt. Gebaut wurde auf einem Sporn aus trockenem Festgestein. Dass der Dom auf sumpfigem Boden schwimme, ist geologisch nicht nachweisbar. Weder Konrad noch sein Sohn Heinrich III. erlebten den Abschluss. 1061 wurde der Bau unter Heinrich IV. geweiht. Knapp 20 Jahre später ließ er ihn zur Hälfte abreißen und größer wieder aufbauen. Das Mittelschiff wurde um fünf Meter erhöht. Statt der flachen Holzdecke entstand das größte Kreuzgratgewölbe im damaligen Reichsgebiet. Im Todesjahr Heinrichs, 1106, war der neue Dom fertig: 134 Meter lang, 33 Meter breit und mit über 40.000 Kubikmetern umbautem Raum größer als der von Cluny. Speyer zählte damals nur rund 500 Bürger. Es hatte wohl machtpolitische Gründe, dass hier ein so großer Bau entstand. Seine Größe unterstrich den Machtanspruch des Kaisers im Investiturstreit mit Papst Gregor VII. Am Tag der Beisetzung Heinrichs IV., dem 7. August 1111, verlieh Heinrich V. den Bürgern zwei Privilegien. In der Nacht zum 6. Mai 1450 brannte der Dom nach Unachtsamkeit bei Arbeiten an der Orgel völlig aus. Und 1689 setzten französische Truppen auf Befehl Ludwigs XIV. die Stadt in Brand. Bürger hatten Möbel und Hausrat im Dom gestapelt, mehrere Meter hoch. Das Innere brannte völlig aus, Soldaten plünderten die oberen Kaiser- und Königsgräber. Die Gräber der Salier lagen tiefer und blieben bis auf das Grab Heinrichs V. verschont. Schauen Sie jetzt vor das Hauptportal. Dort steht eine große Schale. Zu ihr gleich mehr.
Sie stehen vor dem Speyerer Dom, offiziell der Domkirche St. Maria und St. Stephan. Er wurde 1061 geweiht und ist die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Er zählt zu den drei romanischen Kaiserdomen in Deutschland und ist seit 1981 UNESCO-Welterbe.
Du stehst vor dem Dom von Speyer. Er ist die größte noch erhaltene romanische Kirche der Welt. 134 Meter lang und 33 Meter breit ist er, und als er fertig war, lebten in Speyer nur rund 500 Bürger. Eine riesige Kirche für eine kleine Stadt. Gebaut haben sie Könige und Kaiser. Mehrmals hat es gebrannt, und 1689 brannte der Dom im Inneren völlig aus. Warum, glaubst du, wollte ein Kaiser eine so große Kirche haben?
Koordinaten: 49.317222, 8.4425 · auf der Karte