Sie stehen vor der Dreifaltigkeitskirche, einer spätbarocken, evangelischen Gemeindekirche. Ihre Geschichte beginnt 1689, als Speyer auf Befehl Ludwigs XIV. zerstört wurde. Die Einwohner flüchteten über den Rhein, erst 1698 kehrte ein Teil zurück. Die kleine reformierte Gemeinde begann 1700 mit der Heiliggeistkirche. Die lutherische Gemeinde räumte im Winter 1700/01 die Trümmer weg und legte am 22. April 1701 den Grundstein. Wenige Tage später legte der Rat einen zweiten Grundstein, mit einer Zinntafel, die von der barbarischen Zerstörung der Stadt durch gallische Hände sprach. Den Rohbau errichtete von 1701 bis 1703 der italienische Maurermeister Paul Bagnato, der sich Paul Naß nannte. Im Herbst 1703 bedrohte der Spanische Erbfolgekrieg die Stadt, und die Gottesdienste zogen schon in die unfertige Kirche. Wegen Geldmangels zogen sich die Arbeiten im Inneren bis 1717 hin. Am 31. Oktober 1717, dem Tag des 200-jährigen Jubiläums der Reformation, wurde die Kirche eingeweiht. Die Ausstattung hat sich vollständig aus der Erbauungszeit erhalten. Schauen Sie auf die Emporen: Die Malereien auf den Brüstungen sind Tafelbilder von Johann Christoph Guthbier, entstanden 1714 bis 1716. Nachweisbar gehen 20 Szenen auf die Bilderbibel des Matthäus Merian zurück. Die Bilder sollten dem Verständnis des Wortes Gottes dienen, ganz im Sinne des lutherischen Glaubens. Altar und Kanzel schnitzte Christian Dathan, die Altartafel mit dem Abendmahl bemalte 1705 Johannes Bessemer. Die Kirche hat auch Zeiten ohne Gottesdienst erlebt: Der letzte fand am zweiten Weihnachtstag 1793 statt. Danach wurde sie geplündert, Glocken und Orgelpfeifen kamen weg, am Ende der napoleonischen Feldzüge war sie Lazarett. Erst ab 1814 gab es wieder Gottesdienste. Die Fassade ist nicht mehr original, denn unter der französischen Besatzung stürzte man 1794 die fünf Steinfiguren vom Giebel. Der heutige Giebel stammt von 1891. Bis 1904 blieb die Dreifaltigkeitskirche die evangelische Hauptkirche der Stadt, dann kam die Gedächtniskirche, zu der wir noch kommen. Die Orgel von 1929 steht im Prospekt, den Dathan um 1716 baute. Seit 2020 ist sie stillgelegt, 2022 wurde ein Neubauprojekt vorgestellt.
Sie stehen vor der Dreifaltigkeitskirche, einer spätbarocken evangelischen Gemeindekirche. Der Grundstein wurde am 22. April 1701 gelegt, eingeweiht wurde sie am 31. Oktober 1717, dem 200-jährigen Jubiläum der Reformation. Sie entstand nach der Zerstörung Speyers 1689.
Diese Kirche wurde gebaut, nachdem Speyer 1689 zerstört worden war. Die Bürger waren geflohen, und als ein Teil zurückkam, räumten sie Trümmer weg. Am 31. Oktober 1717, dem Tag des 200-jährigen Jubiläums der Reformation, wurde die Kirche eingeweiht. Schau dir die Bilder an den Emporen an, den Balkonen im Inneren: Sie erzählen Geschichten aus der Bibel, wie in einem Bilderbuch. Findest du eine Szene, die du kennst?
Koordinaten: 49.3179, 8.43951 · auf der Karte