Sie stehen vor dem Birker Bad, einem ehemaligen Schwimmbad. Zuerst zwei Jahreszahlen, damit nichts durcheinandergerät: Die Bauarbeiten starteten 1902, eröffnet wurde die Badeanstalt am 28. Mai 1903. Wikidata nennt 1902, das ist der Baubeginn. Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Solingen nur private Bademöglichkeiten, etwa das 1887 eröffnete Kaiserbad, dessen Preise für das normale Volk nicht bezahlbar waren. 1896 lehnte der Stadtrat eine Badeanstalt noch ab, 1900 beschloss er ein städtisches Hallenbad. Es sollte auch die Hygiene der Bevölkerung sichern. Das Motto stammt von Oskar Lassar vom Berliner Verein für Volksbäder: Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad. Man wählte das Gelände des ehemaligen Schlachthofs am Birkenweiher. Das Gebäude ist im Stil des klassizierenden Historismus gebaut, die Innenausstattung zeigt auch Motive des Jugendstils. Es gab eine große Schwimmhalle, je acht Wannenbäder erster und zweiter Klasse, vierundzwanzig Umkleidekabinen, zwölf Brausebäder und ein Römisches Bad. In den 1930er Jahren kamen 250.000 Besucher im Jahr. 1927 öffnete hinter dem Bad das Planschetarium, ein reines Kinderfreibad für Kinder bis vierzehn Jahre. Im November 1944 wurde das Bad teilweise beschädigt, das Planschetarium völlig zerstört. Am 2. Mai 1951 ging die Schwimmhalle nach weniger als achtzehn Monaten Bauzeit wieder in Betrieb, mit einer wettkampfgeeigneten 25-Meter-Bahn. Das Römische Bad setzte man damals nicht instand. Als 1974 und 1975 neue Hallenbäder entstanden, verlor das Birker Bad an Bedeutung. Am 23. Juli 2011 wurde es geschlossen. Dann der Umbau: Ein Investor machte aus dem Bad eine Markthalle, Architekt war Bruno Wasser. Schauen Sie zum Schornstein, er blieb erhalten. Im Inneren wurden viele historische Elemente wiederhergestellt, etwa das Römische Bad. Wo einst das Becken lag, steht heute ein Biomarkt mit 850 Quadratmetern, im Römischen Bad ein Café. 2023 war die Sanierung abgeschlossen, und der Investor Andreas Borodimos erhielt dafür den Denkmalschutzpreis 2023.
Sie stehen vor dem Birker Bad, einem denkmalgeschützten ehemaligen Schwimmbad. Die Bauarbeiten begannen 1902, am 28. Mai 1903 wurde die Badeanstalt eröffnet. Nach der Schließung 2011 wurde das Gebäude saniert. Heute sitzen darin ein Biomarkt, ein Café und ein Weindepot.
Das hier war ein Schwimmbad für alle. Es wurde am 28. Mai 1903 eröffnet. Es gab ein großes Becken, vierundzwanzig Umkleidekabinen, Wannenbäder und sogar ein Römisches Bad. Hinter dem Haus gab es das Planschetarium, ein Freibad nur für Kinder. 2011 wurde das Bad geschlossen. Heute ist hier ein Biomarkt, ein Café und ein Weindepot. Der Biomarkt steht dort, wo früher das Schwimmbecken war. Kannst du dir vorstellen, an dieser Stelle einzukaufen, wo einmal Wasser war?
Koordinaten: 51.166679, 7.086652 · auf der Karte