Sie stehen am Burgsee, direkt am Schloss. Erst die Geografie: Der Burgsee ist kein eigenständiger See, sondern eine Bucht des östlich gelegenen Schweriner Innensees, abgetrennt durch die Schlossinsel und zwei Brücken. Zwölf Seen liegen im Stadtgebiet. Die Schweriner nennen ihre Stadt gern die Stadt der sieben Seen und Wälder, und das stimmte auch, als die Stadt noch kleiner war und tatsächlich von nur sieben Seen umgeben lag. Von den 130 Quadratkilometern Stadtfläche sind heute 28,9 Prozent mit Wasser und 18,5 Prozent mit Wald bedeckt. Ursprünglich hatte der Burgsee zwei Zuflüsse, und beide sind heute verschwunden. Die Seeke verband den Ostorfer See mit dem Schweriner See und liegt heute unter dem Platz der Jugend. Der Fließgraben kam vom Pfaffenteich und liegt heute unter der Mecklenburgstraße. In der frühen Neuzeit leitete man die Seeke parallel zum Westufer um, damit der Fließgraben als Teil der westlichen Stadtbefestigung Wasser bekam. Ein Bach wird verlegt, damit ein Graben eine Mauer verteidigen kann. Dieses Ufer war Arbeitsplatz. Seit 1826 gab es hier einen Umschlagplatz für Lastkräne. Die 1844 und 1845 errichtete Brücke zwischen Schloss und Altem Garten war zu niedrig, deshalb mussten die Schiffe an der Rückseite des Schlosses entlangfahren. Dort lag schon 1836 eine Klappbrücke, 1897 kam eine Drehbrücke, die später viele Jahre nicht mehr drehte und 1998 und 1999 instand gesetzt wurde. 1863 eröffnete am Burgsee die Sodermannsche Badeanstalt. Ab 1923 stand sie leer, und an ihrer Stelle stand bis 1979 eine Untersuchungshaftanstalt. Heute ist dort ein Parkplatz. Badeanstalt, Gefängnis, Parkplatz, dieselbe Stelle. Was im See liegt, ist eine eigene Geschichte. Bis in die 1920er Jahre wurde ein Teil des Sees mit Hausmüll verfüllt, von 1968 bis 1980 mit Bauschutt, vor allem von der gesprengten östlichen Altstadt im Baugebiet Großer Moor. Der Untergrund besteht aus Torfschichten von ein bis zwei Metern, bis zu vierzehn Meter mächtigen Mudden, Aufschüttungsmaterial, Sand und Kies, und die Sedimente sind mit Schadstoffen belastet. Zur Bundesgartenschau 2009 wurde der Burgsee für etwa 23 Millionen Euro umgestaltet. Von April bis August 2007 baggerte man ihn nach Süden hin aus und erweiterte ihn von 8,7 auf 11,1 Hektar. Dabei trug man Altlasten ab und fand versenkte Bomben, Sprenggranaten und Stahlhelme aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Seeboden wurde ein Vlies verlegt und Kies aufgeschüttet, sodass der erweiterte Teil etwa eineinhalb Meter tief ist. Dort installierte man die schwimmende Wiese, eine nur scheinbar schwimmende Insel, die eine Attraktion der Gartenschau war. Der BUND hatte gegen die Erweiterung geklagt. Man einigte sich darauf, Büsche und Röhricht auf der westlichen Teilfläche zu erhalten. Und dann ist da das Leben. Im Bereich des Burgsees kommen mehrere Fledermausarten vor, die ihre Schlafplätze im Schloss haben. Fledermäuse im Welterbe. Es wurden Spuren des Fischotters dokumentiert, dazu dreizehn Libellenarten, zweiundzwanzig Fischarten, vier Amphibienarten und siebzig Vogelarten beobachtet. Die ufernahen Röhrichte und Weidengebüschzonen stehen unter gesetzlichem Schutz. Zur Fläche: Eine Quelle nennt an einer Stelle elf Hektar und an anderer 11,1 Hektar nach der Erweiterung. Es gibt also zwei Angaben.
Sie stehen am Burgsee, direkt am Schweriner Schloss. Er ist eine Bucht des Schweriner Innensees und durch die Schlossinsel und zwei Brücken von ihm getrennt. Der See hat eine Fläche von rund elf Hektar. Für die Bundesgartenschau 2009 wurde er umgestaltet.
Das ist der Burgsee, gleich neben dem Schloss. Er ist eigentlich kein eigener See, sondern eine Bucht von einem viel größeren See. In Schwerin gibt es zwölf Seen. Fast ein Drittel der ganzen Stadtfläche ist Wasser. Früher wurde in diesen See Müll geschüttet, auch Steine von abgerissenen Häusern. Für die Bundesgartenschau 2009 wurde der See ausgebaggert und saubergemacht. Dabei fanden die Arbeiter Bomben und Stahlhelme aus dem Zweiten Weltkrieg im Schlamm. Heute leben hier viele Tiere: Fische, Libellen, Frösche und siebzig verschiedene Vogelarten. Im Schloss schlafen Fledermäuse, die hier über dem Wasser jagen. Welche Tiere kannst du entdecken?
Koordinaten: 53.6242, 11.415 · auf der Karte