Stadtohr

Stadtrundgang Schwäbisch Gmünd · Station 5 von 16

Marktplatz

· marktplatz, fachwerk, barock, altstadt

Ausführlich

Sie stehen auf dem Marktplatz, dem größten Platz der Altstadt von Schwäbisch Gmünd. Er ist neben dem Johannisplatz und dem Münsterplatz einer der drei Hauptplätze. Er erstreckt sich von Nord nach Süd, zwischen dem Heilig-Geist-Spital und dem Rathaus, und hat die Form einer Sanduhr. Viele schmale Gassen führen auf ihn zu. Im Westen, leicht zurückgesetzt, prägt die romanische Johanniskirche den Platz. Die Stadt hatte zwei Zentren. Am Münsterplatz stand das Münster als kirchliches Zentrum, hier stand mit dem freistehenden Alten Rathaus das weltliche. Dieses Alte Rathaus ist längst abgebrochen. Heute ist der Platz bis auf Teile des unteren Marktplatzes Fußgängerzone. Straßencafés und Restaurants nutzen ihn, und jedes Jahr finden hier Teile des Weihnachtsmarktes, der Krämermarkt zur Kirchweih und ein Pferdemarkt statt. Die wöchentlichen Märkte wanderten auf die beiden anderen Hauptplätze. Schauen Sie sich die Häuser an. Die Aufteilung in kleine Parzellen stammt noch aus dem Mittelalter. Die meisten Häuser haben drei Stockwerke und ungefähr dieselbe Höhe, und meist weisen die Giebel zum Platz. Das heutige Bild prägte der Stadtbaumeister Johann Michael Keller der Jüngere, der bei seinen barocken Neubauten oft die Fundamente der Vorgänger nutzte. Die Mehrheit der Häuser steht unter Denkmalschutz. Einige Geschichten: Das Haus Buhl, Nummer neun, wurde 1469 und 1470 errichtet. Es ist nach dem Gmünder Turnvater Johannes Buhl benannt, der es im 19. Jahrhundert besaß. Die Obere Apotheke, Nummer zehn, wird erstmals 1531 erwähnt. Im Haus Nummer zwölf wohnte der Hauptmann Ferdinand von Storr, der von 1772 bis 1776 und 1778/79 den späteren Generalfeldmarschall August Neidhardt von Gneisenau beherbergte. Und die Post, Nummer zwanzig, ließ 1753 der Patrizier Franz Achillis Stahl durch Keller errichten. Hier logierten 1792 Johann Wolfgang von Goethe und Erzherzog Carl, 1813 König Friedrich von Württemberg und 1814 der Dichter Ludwig Uhland. In den Sechzigerjahren bekam das Haus einen postgelben Anstrich. In den 2000er-Jahren wurde es mit dem ursprünglichen Rosa restauriert.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Marktplatz, dem größten Platz der Altstadt. Er ist neben dem Johannisplatz und dem Münsterplatz einer der drei Hauptplätze. Früher stand mitten auf ihm das Alte Rathaus als weltliches Zentrum der Stadt. Fachwerk, Barock und Rokoko prägen die Häuser ringsum.

Für Kinder

Du stehst auf dem Marktplatz. Er hat die Form einer Sanduhr, an den Enden breit und in der Mitte schmaler. Um dich herum stehen Häuser mit Giebeln zum Platz, viele davon sind sehr alt. Das Haus mit dem rosa Anstrich war die Post. Dort übernachteten berühmte Gäste, 1792 auch der Dichter Goethe. Rund um den Platz gibt es Cafés. Jedes Jahr findet hier auch ein Pferdemarkt statt, und Teile des Weihnachtsmarktes. Findest du das rosa Haus?

Quellen

Koordinaten: 48.80039, 9.79748 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.