Sie stehen vor der Fuggerei am Münsterplatz. Es ist ein zweigeschossiges Fachwerkhaus in der Altstadt von Schwäbisch Gmünd. Schauen Sie an der Fassade hinauf: zwei Geschosse Fachwerk. Das Haus gehört zu den Gebäuden, die sich am Münsterplatz um das Münster gruppieren. Seine Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert, die heutigen Ausmaße erreichte es im 14. Jahrhundert. Von 1601 bis 1616 war das Haus im Besitz der Fugger. Anton Fugger, 1552 geboren und 1616 gestorben, Sohn des Georg und Enkel des Raymund Fugger, erwarb es nach seiner Haftentlassung. Er wurde später im Heilig-Kreuz-Münster begraben. 1636 soll das Haus Kaiser Ferdinand als Quartier gedient haben. Ab 1692 ist der Hausname urkundlich festgehalten, zunächst als Fukkerey. Nach dem Dreißigjährigen Krieg hatte das Haus viele Aufgaben: Waffenfabrik, Waisenhaus. Ab 1823 baute man es zum Gefängnis um, für das Oberamtsgericht Gmünd und später das Amtsgericht. Im Dritten Reich nutzte die Organisation Kraft durch Freude das Haus. Nach dem Krieg diente es verschiedenen Unternehmen und der Stadtverwaltung als Wohn- und Lagerhaus. Auch das Stadtarchiv lagerte zeitweise hier. In den Siebzigerjahren suchte man ein neues Nutzungskonzept. Nach der Sanierung 1979 und 1980 eröffnete das Restaurant Zur Fuggerei. 1985 brannte das Haus größtenteils ab, wurde aber sofort wieder aufgebaut und 1986 wiedereröffnet. Seitdem ist es ein Restaurant. Südlich des Münsters, vor der Fuggerei, steht heute die Mariensäule. Der Gmünder Bürger Benedikt Broschenrieder schuf sie 1693, nach dem Vorbild einer Schönen Maria in Regensburg. Seit 1951 steht sie an diesem Platz. Und im Museum im Prediger finden Sie eine Büste aus dem 14. Jahrhundert, vermutlich der heiligen Elisabeth. Sie stammt aus der Fuggerei, wurde aber ursprünglich wohl aus dem Münster hierher gebracht.
Sie stehen vor der Fuggerei am Münsterplatz, einem zweigeschossigen Fachwerkhaus. Seine Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert, 1601 bis 1616 gehörte es den Fuggern. Später war es Waffenfabrik, Waisenhaus und Gefängnis. Heute ist hier ein Restaurant.
Dieses Haus heißt Fuggerei. Es ist ein Fachwerkhaus, und es hat viele Leben hinter sich. Von 1601 bis 1616 gehörte es den Fuggern. Später stellte man hier Waffen her, danach lebten Waisenkinder im Haus. Dann war es ein Gefängnis. 1985 brannte es fast ganz ab, aber man baute es sofort wieder auf. Heute kannst du hier essen gehen. Was glaubst du, welches Leben dieses Haus als Nächstes bekommt?
Koordinaten: 48.7981, 9.79674 · auf der Karte