Willkommen in Rosenheim. Sie stehen vor der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, mitten in der historischen Altstadt, zwischen Ludwigsplatz und Max-Josefs-Platz. Schauen Sie zuerst nach oben. Der einundsechzig Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen der Stadt. Vorweg ein paar Worte zur Stadt. Rosenheim liegt im Alpenvorland, am Zusammenfluss von Mangfall und Inn. Mit über fünfundsechzigtausend Einwohnern ist es nach München und Ingolstadt die drittgrößte Stadt in Oberbayern. Es ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen München, Salzburg und Innsbruck, und von hier aus geht es weiter über den Brennerpass nach Italien. Diese Lage an den großen Verkehrsachsen hat die Stadt geprägt. Auf diesem Rundgang begegnen Ihnen drei Spuren davon: der Inn mit seinen Schiffen, das Salz und die Eisenbahn. Nun zur Kirche. Das Langhaus ist eine dreischiffige Hallenkirche und wurde im Kern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichtet. 1880 und 1881 wurde die Kirche im neugotischen Stil um zwei Joche nach Osten erweitert. Seither hat sie einen einschiffigen Chor mit umlaufendem Sakristeianbau. Am 10. Dezember 2006 wurde die Kirche nach mehrjähriger Renovierung wiedereröffnet. Der gesamte Innenraum ist seither neu gestaltet. Der Bildhauer Josef Hamberger schuf die Altaranlage und den Taufstein aus Muschelkalk und Bronze, dazu den Tabernakel aus Bronze. Die größte Veränderung aber sind die Fenster. Statt altdeutschem Glas gibt es nun Fenster, die im Süden sehr farbenfroh gestaltet sind, im Norden eher gedeckt. Entworfen hat sie der Glaskünstler Karl-Martin Hartmann im Jahr 2004, bezahlt wurden sie gänzlich durch Spenden. Zwei der Fenster haben eine besondere Aufgabe. Eines ist dem Andenken der jüdischen Schülerin Elisabeth Block, ihrer Familie und allen jüdischen Opfern gewidmet. Auf einem nachträglich gestalteten Fenster ist das Bußgebet von Johannes XXIII. über die jahrhundertelangen Versäumnisse der katholischen Kirche gegenüber den Juden zu lesen. Eine Schrifttafel erklärt, wozu die beiden Fenster da sind. Zum Klang. Die Orgel wurde 2009 eingeweiht. Gebaut hat sie die niederländische Orgelbaufirma Reil aus Heerde. Das Instrument ist rein mechanisch und hat einundvierzig Register auf drei Manualen und Pedal. Im Turm hängt ein sechsstimmiges Geläut von 1947, gegossen von Karl Czudnochowsky in Erding. Dazu kommt eine historische Glocke mit der Inschrift: Bartholomeus Wengle hat mich gosen, Anno 1606. Wenn Sie den Turm anschauen, sehen Sie also eine Kirche, deren Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt, die im 19. Jahrhundert erweitert und im 21. Jahrhundert neu gestaltet wurde.
Sie stehen vor der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus, zwischen Ludwigsplatz und Max-Josefs-Platz. Das Langhaus entstand im Kern in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Der einundsechzig Meter hohe Turm ist das Wahrzeichen von Rosenheim.
Du stehst vor der Kirche St. Nikolaus in Rosenheim. Ihr Turm ist einundsechzig Meter hoch und das Wahrzeichen der Stadt. Das heißt: Wer ihn sieht, weiß, dass er in Rosenheim ist. Der älteste Teil der Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gebaut. Im Turm hängt eine Glocke, auf der die Jahreszahl 1606 steht. Drinnen gibt es neue Fenster. Auf der Südseite sind sie sehr bunt, auf der Nordseite eher dunkel. Bezahlt haben sie Menschen, die dafür Geld gespendet haben. Weißt du, was ein Wahrzeichen ist?
Koordinaten: 47.8557, 12.1281 · auf der Karte