Willkommen in Potsdam. Wir beginnen oben, am Schloss Sanssouci, und wir enden in seiner Nähe. Der Name ist französisch und heißt: ohne Sorge. Sie stehen vor einer ehemaligen Sommerresidenz der Könige von Preußen, im Rokoko gebaut von 1745 bis 1747. Schauen Sie den Hang hinab. Dort standen früher Eichen. Unter Friedrich Wilhelm I., dem Soldatenkönig, fällte man sie und verwendete sie beim Ausbau der Stadt, um den sumpfigen Boden zu befestigen. Am 10. August 1744 befahl sein Sohn Friedrich II., den Wüsten Berg mit Weinterrassen zu kultivieren. Der Architekt Friedrich Wilhelm Diterichs gliederte den Südhang in sechs breite Terrassen, mit Mauern, die zur Mitte hin nach innen schwingen, um die Sonne bestmöglich zu nutzen. In den Mauern wechseln gerade Flächen mit Spalieren und 168 verglaste Nischen, in denen ausländische Sorten wuchsen. 1746 waren die Arbeiten weitgehend fertig. Die Stufen in der Mittelachse sind heute 132, früher waren es 120. Oben sollte ein Schloss stehen. Am 13. Januar 1745 verfügte der König den Bau eines Lusthauses. Knobelsdorff schlug vor, es auf ein Sockelgeschoss zu stellen und zu unterkellern, damit es vom Parterre aus besser wirke. Friedrich widersprach. Er wollte kein repräsentatives Gebäude, sondern ein intimes Wohnschloss, ebenerdig, ohne viele Stufen, mit einem Weg vom Innenraum direkt auf eine breite Terrasse und in den Garten. Bei allen seinen Bauten griff Friedrich ein. Er wollte jede Einzelheit wissen, nichts durfte ohne seine Genehmigung beginnen, und das führte oft zu Missstimmigkeiten. Der Grundstein wurde am 14. April 1745 gelegt, am 1. Mai 1747 folgte nach nur zwei Jahren Bauzeit die Einweihung, obwohl noch nicht alle Räume fertig waren. Außer in Kriegszeiten wohnte Friedrich hier von Ende April bis Anfang Oktober. Das Haus war nur für ihn und von ihm ausgewählte Gäste gedacht. Seine Frau Elisabeth Christine hatte in Sanssouci keinen Zutritt, sie sah die Anlage nur ein einziges Mal. Schauen Sie auf das Parterre zu Ihren Füßen. Seine Mitte zierte ab 1748 die Große Fontäne. Friedrich hatte Leonhard Euler mit den Berechnungen beauftragt. Wegen technischer Schwierigkeiten und, wie es heißt, der Knauserigkeit des Königs lief sie zunächst nicht. Wie es hundert Jahre später doch gelang, hören Sie später. Westlich des Schlosses stand schon seit 1739 eine Bockwindmühle. Friedrich war der Meinung, die Mühle sei dem Schloss eine Zierde.
Sie stehen vor dem Schloss Sanssouci, übersetzt: ohne Sorge. Friedrich der Große ließ es von 1745 bis 1747 nach eigenen Skizzen als Sommerschloss im Rokokostil bauen, Architekt war Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff. Das Schloss krönt einen Weinberg und gehört seit 1990 zum UNESCO-Welterbe.
Du stehst vor dem Schloss Sanssouci. Das klingt französisch und heißt: ohne Sorge. Gebaut hat es der König Friedrich der Große, als Haus für den Sommer. Er wollte es klein und privat, ohne viele Stufen. Davor fällt der Hang in sechs Terrassen hinab, auf denen Wein wuchs. In den Mauern gab es 168 Nischen mit Glasfenstern, in denen ausländische Sorten wuchsen. Wie viele Terrassen kannst du zählen? Und heute führen 132 Stufen hinauf. Zählst du mit?
Koordinaten: 52.403257, 13.038626 · auf der Karte