Sie stehen am König-Albert-Brunnen auf dem Altmarkt, gleich neben dem historischen Rathaus. Der Altmarkt war immer die gute Stube Plauens. Hier fanden Märkte statt, hier flanierte man, und hier spielten sich auch die politischen Wirren nach dem Ersten Weltkrieg und die Unruhen beim Übergang von der Weimarer Republik zum Nationalsozialismus ab. 1907 wurde auf dem Platz ein mächtiges Reiterstandbild König Alberts von Sachsen eingeweiht. Als am Ende des Zweiten Weltkriegs Bomben 75 Prozent der Stadt trafen, blieb das Denkmal unbeschädigt. Für die Plauener war es ein Erinnerungspunkt an das gewohnte, nun weitgehend zerstörte Stadtbild. Im Frühjahr 1946 wurde es demontiert, wohl auf Initiative der sowjetischen Militäradministration und unter Umständen, die die Quelle dubios nennt. Jetzt kommt ein Mann ins Spiel: Hans Löwel, in Plauen aufgewachsen, später in der Bundesrepublik Generalvertreter für Plauener Spitze und wohlhabend. Seine Frau Edith, früher Soubrette am Theater in Plauen, half ihm, Kunst und Kultur in der Stadt zu fördern. In der Hans-Löwel-Stiftung verfügten beide, auf dem Altmarkt wieder eine Erinnerung an das Reiterstandbild zu errichten. 2006 schrieben die Stadt und die Stiftung einen bundesweiten Wettbewerb aus. Eine Jury aus elf Fachleuten wählte einstimmig den Entwurf von Norbert Marten aus Westerstede in Oldenburg. Am 13. November 2007 übergab Oberbürgermeister Oberdorfer den Brunnen, bezahlt hat ihn die Stiftung. Schauen Sie nun auf den Brunnentisch aus Granit. Darauf liegt eine Art Schachbrett aus Bronze, mit vier Figuren, angelehnt an das Königsspiel. Zwei Könige sitzen auf Sockeln unterschiedlicher Höhe. Der größere, rund zweieinhalb Meter hoch, ist König Albert. Der andere, rund zwei Meter hoch, kann als Hans Löwel gedeutet werden. Die Dame im Spiel steht für die darstellenden Künste, eine Würdigung Edith Löwels. Auf der Seite des Königs Albert ist das Schachbrett fest gefügt. Auf der anderen Seite lösen sich Teile heraus, es entstehen Lücken. Nach der Deutung der Quelle stehen die Lücken für die Zeit des Krieges, für die Zerstörung Plauens und des alten Denkmals. In den Lücken sitzen Wasserdüsen. Halten Sie einzelne zu, werden die anderen Strahlen stärker. Die Quelle merkt an: Manchmal wird man nass. Gegossen sind die Bronzen im Sandguss und im Wachsausschmelzverfahren.
Sie stehen am König-Albert-Brunnen auf dem Altmarkt, in unmittelbarer Nachbarschaft des historischen Rathauses. Der Bildhauer Norbert Marten schuf ihn, aufgestellt wurde er 2007. Er erinnert an ein Reiterstandbild König Alberts, das hier von 1907 bis 1946 stand.
Hier stand früher ein großes Reiterdenkmal für König Albert von Sachsen. 1946 wurde es abgebaut. Später wollte ein Ehepaar, Hans und Edith Löwel, dass hier wieder etwas an den König erinnert. Daraus wurde dieser Brunnen. Auf einem Tisch aus Granit liegt ein Schachbrett aus Bronze, mit vier Figuren darauf. Zwei davon sind Könige. Aus kleinen Düsen spritzt Wasser. Wenn man eine Düse zuhält, werden die anderen Strahlen stärker. Was passiert wohl, wenn du eine Düse zuhältst? Aber sei gewarnt: Manchmal wird man nass.
Koordinaten: 50.494002, 12.135885 · auf der Karte