Willkommen in Pirna. Wir beginnen oben, auf dem Sonnenstein, denn hier beginnt auch die Stadt. Sie stehen vor Schloss Sonnenstein, früher auch Burg Sonnenstein genannt, einer teilweise erhaltenen Burg-Festung auf einem Felsplateau, etwa siebzig Meter über der Elbe. Schauen Sie hinunter auf die Altstadt. Zu Füßen dieses Felsens lag die Elbfurt, und die beherrschte die Burg. Schon in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts gab es hier eine slawische Ansiedlung und Befestigung. Um 1200 entstand im Zuge des Landesausbaus der Meißner Markgrafen die Burg, eine wichtige Grenzburg zwischen der Mark Meißen und dem Königreich Böhmen. In ihrem Schutz entstand um 1200 der Handelsplatz Pirna. Am 5. Dezember 1269 erwähnt eine Urkunde des Markgrafen Heinrich des Erlauchten zum ersten Mal das „Castrum Pirne“. Seit 1293 unterstand die Burg der böhmischen Krone, die sie mehrfach verpfändete. Am 15. November 1372 unterzeichnete hier Kaiser Karl IV. mit drei Markgrafen den Pirnaer Vertrag über die Grenze zwischen Böhmen und der Mark Meißen. Er war ein wichtiger Vorläufer des Vertrags von Eger von 1459. 1405 kam die Burg samt ihrem Verwaltungsgebiet an die Meißner Markgrafen. Ein Brand 1486 und ein Unwetter 1489 zerstörten die Anlage. Herzog Albrecht der Beherzte veranlasste ab 1491 den Wiederaufbau. Zwischen 1570 und 1573 entstand die Festung mit drei Türmen und mehreren Bastionen, unter Leitung des Festungsbaumeisters Rochus zu Lynar. Im Dreißigjährigen Krieg verteidigte Johann Siegmund von Liebenau sie 1639 erfolgreich gegen die Schweden unter Johan Banér. Die Belagerung dauerte mehrere Monate, die Gebäude wurden dabei teils schwer beschädigt. Im Siebenjährigen Krieg kapitulierte die Besatzung, nachdem die Sächsische Armee bei Pirna am 14. Oktober 1756 vor den preußischen Truppen die Waffen gestreckt hatte. 1758 belagerte die Reichsarmee die Festung, am 5. September kapitulierte sie, danach wurde sie geschleift. Am 14. April 1764 verlor sie offiziell ihren militärischen Status. Ab 1811 diente die Anlage als Anstalt für psychisch Kranke, die man für heilbar hielt. Auf diese Anstalt und auf das, was später aus ihr wurde, kommen wir am Ende des Rundgangs zurück. Jetzt gehen wir hinunter in die Stadt.
Sie stehen vor Schloss Sonnenstein, einer Burg-Festung auf einem Felsen, etwa siebzig Meter über der Elbe. Erstmals 1269 genannt, sicherte sie die Wege von Stolpen nach Prag und vom Königstein nach Meißen. Seit Dezember 2011 ist sie Verwaltungssitz des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Du stehst auf einem Felsen, etwa siebzig Meter über der Elbe. Hier oben stand eine Burg. Sie lag an der Grenze zwischen der Mark Meißen und dem Königreich Böhmen und sollte die Elbfurt unten beherrschen. Kannst du von hier aus die Elbe sehen? Später wurde aus der Burg eine Festung mit drei Türmen. Schweden belagerten sie mehrere Monate lang, aber sie hielt stand. 1811 zog dann eine Heilanstalt für psychisch kranke Menschen ein. Und unter der Burg entstand die Stadt Pirna, im Schutz des Felsens.
Koordinaten: 50.961, 13.9477 · auf der Karte