Sie stehen am Erlpeterbrunnen, einem alten städtischen Brunnen. Heute tritt er als gefasste Austrittsstelle in Erscheinung: ein Sandsteinbecken und darüber eine kleine männliche Figur, der Erlpeter. Sie finden ihn an der Ostwand der Knabenschule, Obere Burgstraße 14, die im 16. Jahrhundert durch einen Umbau entstand. Der Brunnen selbst ist älter als das Haus. Ehemals lag er vor dem Obertor, am Fuß des Schlossberges von Schloss Sonnenstein. 1384 wird er urkundlich genannt, 1468 in einer Verleihungsurkunde als „Erllinpeter an der stadt mawer gelegen“. Der Name leitet sich von einer Erle ab, die früher am Brunnen stand. Die Quelle entspringt den Sandsteinfelsen am Fuß des Sonnensteins. Anfang des 16. Jahrhunderts scheint es schon einen Vorläufer der heutigen Figur gegeben zu haben, in einer gemauerten Grotte. 1541 stand neben dem Brunnen eine Steintafel. Auf ihr hieß es: Hüte dich und vergiss deines Gottes nicht, der dir Wasser aus dem harten Felsen gibt. 1549 versiegte der Brunnen, weil man ihn wirtschaftlich zu stark ausbeutete. Er musste aufwendig wiederhergestellt werden, dabei fasste man die Quelle durch einen Stollen. Ab 1550 leitete man ihr Wasser dem Schlachthof, dem allgemeinen Rohrnetz und dem Gebäude Am Markt 12 zu. In diesem Haus sind noch hölzerne Rohrleitungen dieser alten Wasserversorgung erhalten. Die ursprüngliche Figur zeigte einen Knaben mit einer Flasche, aus der sich das Wasser ergoss. Schwedische Truppen unter Feldmarschall Johan Banér zerstörten sie während der Besetzung Pirnas im Dreißigjährigen Krieg. Einen Ersatz gab es nicht. 1687 umschloss man den Brunnen stattdessen mit einem Behältnis und einem steinernen Gewölbe. Die heutige Figur stiftete 1908 der Pirnaer Verschönerungsverein, als Nachbildung nach historischen Aufzeichnungen. Der Copitzer Bildhauer Heinrich Schneider fertigte sie, 2008 wurde sie restauriert. Schauen Sie auf den Sockel. Dort steht: „Der Erlenpeter bin ich genannt, Armen Leuten wohl bekannt. Wer nicht Geld hat in seiner Tasche, der trinkt mit mir aus meiner Flasche.“ Der Erlpeterbrunnen gehört zu den drei bemerkenswerten, natürlich austretenden Quellen in Pirna und der nahen Umgebung. Und es gibt eine Sage dazu. Sie erzählt von einem Viehhirten, der seinen Ausschlag kurierte, indem er vom Brunnenwasser trank und sich darin wusch.
Sie stehen am Erlpeterbrunnen. Schon 1384 wird er in einer Urkunde genannt. Heute fließt das Wasser aus einer gefassten Quelle in ein Sandsteinbecken, darüber steht eine kleine männliche Figur, der Erlpeter. Sie finden ihn an der Ostwand der Knabenschule, Obere Burgstraße 14.
Hier kommt Wasser direkt aus dem Felsen. Die Quelle sprudelt am Fuß des Sonnensteins, und schon 1384 steht der Brunnen in einer Urkunde. Er heißt Erlpeter, nach einer Erle, die früher hier stand. Die erste Figur war ein Knabe mit einer Flasche, aus der das Wasser floss. Schwedische Soldaten haben sie im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Die heutige Figur wurde 1908 nachgebaut. Auf dem Sockel steht ein Reim: Wer kein Geld in der Tasche hat, der trinkt mit mir aus meiner Flasche. Was glaubst du, für wen der Erlpeter das Wasser bereithält?
Koordinaten: 50.9621, 13.9444 · auf der Karte