Stadtohr

Stadtrundgang Passau · Station 2 von 16

Lamberg-Palais

1724 · palais, fürstbischof, religionsvertrag, domplatz

Ausführlich

Sie stehen vor dem Lamberg-Palais am Domplatz Nummer 6. Der Name erinnert an die Passauer Fürstbischöfe von Lamberg. Schauen Sie an der Fassade nach der Gedenktafel von 1790. Sie erinnert an das Jahr 1552, als hier der Passauer Religionsvertrag abgeschlossen wurde. Mehr sagt eine Quelle zu diesem Vertrag nicht, und ich will nichts hinzuerfinden. Das Haus gehörte, wie die benachbarten Häuser am Platz, bis zur Säkularisation zu den Kanonikatshöfen. 1724 erhielt es durch den Linzer Johann Michael Prunner sein heutiges Aussehen. Heute ist im Inneren die Passauer Filiale der kirchlichen Liga Bank untergebracht. Warum steht gleich neben dem Dom ein Palais, das nach Bischöfen heißt? Weil Passau lange eine Stadt der Fürstbischöfe war. Das Hochstift wurde 1217 gegründet. Die Bürger konnten sich nie von der Herrschaft der Fürstbischöfe befreien, es gab mehrere Aufstände, zuletzt 1367 und 1368, und alle scheiterten. Das Bistum entwickelte dabei einen beträchtlichen Wohlstand und weckte immer wieder Begehrlichkeiten bei den Nachbarn Bayern und Österreich. Mit der Säkularisation von 1803 ging etwa das Opernhaus der Fürstbischöfe an den Kurfürsten von Bayern über, dazu kommen wir noch. Den Namen Lamberg finden Sie im Dom noch einmal: Im Domhof liegt die Lamberg-Kapelle, auch Salvator-Kapelle genannt, mit der Grablege von Kardinal Johann Philipp Graf von Lamberg.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Lamberg-Palais am Domplatz 6, benannt nach den Passauer Fürstbischöfen von Lamberg. Hier wurde 1552 der Passauer Religionsvertrag abgeschlossen. Sein heutiges Aussehen erhielt das Haus 1724 durch den Linzer Johann Michael Prunner.

Für Kinder

Dieses Haus am Domplatz Nummer 6 hat seinen Namen von den Fürstbischöfen von Lamberg. Hier wurde 1552 der Passauer Religionsvertrag abgeschlossen. Eine Gedenktafel an der Fassade von 1790 erinnert daran. Das Haus bekam 1724 sein heutiges Aussehen, durch einen Mann aus Linz. Heute ist eine Bank darin. Bis zur Säkularisation diente es wie die Nachbarhäuser als Kanonikatshof. Kannst du die Tafel an der Fassade finden?

Quellen

Koordinaten: 48.5745, 13.463 · auf der Karte

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