Willkommen in Passau. Wir beginnen oben, auf der höchsten Erhebung der Altstadt, 13 Meter über der Donau und 303 Meter über dem Meer. Die Altstadt liegt auf einer langgestreckten Halbinsel zwischen Donau und Inn. Die Ilz mündet hier ebenfalls ein, deshalb heißt Passau auch Dreiflüssestadt. Sie stehen vor dem Dom St. Stephan. Der Platz hat eine lange Geschichte. Auf dem Altstadthügel lag eine keltische Siedlung. An der Stelle des heutigen Domes entstand das römische Kastell Batavis, als Teil der Limesbefestigung. Der Name leitet sich vermutlich von germanischen Söldnern vom Stamm der Bataver ab, und aus Batavis entwickelte sich wahrscheinlich Passau. So schreibt es die Wikipedia, und ich gebe es mit ihrer Vorsicht weiter. Um 720 wurde hier eine Bischofskirche gegründet, dem heiligen Stephanus geweiht, und 739 wurde das Bistum Passau kirchenrechtlich begründet. Diese Kirche wurde bei zwei Belagerungen durch Kaiser Otto II. 977 und 978 zerstört. Unter Bischof Pilgrim entstand ein neuer Dom mit zwei Türmen im Westen, sein Chor wurde am 5. August 985 geweiht. Dieses Datum gilt bis heute, denn alle späteren Bauphasen zählten nur als Erweiterung oder Renovierung. Noch heute lässt sich zwischen Langhaus und Chor ein Achsknick von 2,91 Grad messen. Dann kam das Feuer. 1662 brannte der Dom, und von 1668 bis 1693 entstand der heutige Bau. Die Wikipedia nennt als Baubeginn 1668, Wikidata nennt 1688. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe und sage dazu, dass es zwei gibt. Die Gesamtplanung lag bei Carlo Lurago, der in Prag die größte Baugesellschaft organisierte. Die Innenausstattung schuf Giovanni Battista Carlone, die Fresken malten Carpoforo Tencalla und Carlo Antonio Bussi. Von den früheren Bauten blieb nur der spätgotische Ostteil, den Hans Krumenauer und seine Nachfolger zwischen 1407 und 1598 schufen. Er wurde in den barocken Neubau einbezogen. Dass Spätgotik und Barock so gut zusammenpassen, gibt dem Dom unter den Kathedralen des deutschen Kulturraumes eine Sonderstellung. Schauen Sie auf die zweitürmige Fassade. Die achteckigen Obergeschosse der Türme mit den Glockenstuben wurden erst 1896 aufgesetzt. Erst damals erreichten die Türme mit 68 Metern die Höhe der Domkuppel. Im Untergeschoss des Südturms öffnet sich ein Tor zur schmalen Zengergasse. Sie trennt den Dom von der Alten Residenz, zu der wir noch kommen. Am Ausgang der Gasse trägt ein Konsolpfeiler das Querhaus. Er war nötig, damit Kutschen, die in der engen Gasse nicht wenden konnten, zur Alten Residenz gelangen konnten. Der Passauer Dom hat den größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen. Im Inneren stehen auch die Orgeln, bei denen unser Rundgang endet.
Sie stehen vor dem Dom St. Stephan, der Bischofskirche von Passau. Der heutige Barockbau entstand von 1668 bis 1693, nachdem 1662 ein Brand den Vorgängerbau zerstört hatte. Nur der spätgotische Ostteil ist älter. Der Innenraum gilt als der größte barocke Kircheninnenraum nördlich der Alpen.
Du stehst vor dem Passauer Dom. Das ist die Kirche des Bischofs. Schon um das Jahr 720 stand hier eine Kirche. Der Dom, den du jetzt siehst, wurde von 1668 bis 1693 gebaut, weil ein Feuer 1662 den alten zerstört hatte. Er ist etwa hundert Meter lang, und seine beiden Türme sind 68 Meter hoch. Passau liegt an drei Flüssen: Donau, Inn und Ilz. Deshalb heißt die Stadt auch Dreiflüssestadt. Zähl noch einmal nach: Wie viele Flüsse sind das?
Koordinaten: 48.574179507, 13.465499831 · auf der Karte