
Ein schmales Haus mit massivem Erdgeschoss aus grauem Bruchstein. Darin öffnet sich ein großes Spitzbogentor mit dunklen Holztüren, links daneben ein kleineres Spitzbogenportal. Das Obergeschoss kragt vor und besteht aus dunklem Fachwerk mit hellen Feldern und Fenstern mit Sprossengittern. Unter dem Überstand sitzen Schnitzereien in Fächerform. Das Dach ist steil und rot gedeckt.
Sie stehen vor dem Haus Domstraße 12, einem der ältesten Wohnhäuser in Thüringen. Schauen Sie auf das Widerspiel von schwerem, massivem Sockel und leichten Fachwerkformen. Über dem Bruchsteinerdgeschoss, das eine Torfahrt und eine Fußgängerpforte aufnimmt, erhebt sich mit weitem Überhang der dekorierte Oberstock. Der bescheidene Fachwerkteil ist ein charakteristisches Beispiel niedersächsischer Fachwerkbaukunst des 16. Jahrhunderts. Nach dendrochronologischen Untersuchungen wurde das Holz des ältesten Balkens im Jahr 1303 geschlagen. Das Sockelgeschoss stammt aus gotischer Zeit und ist, ungewöhnlich für einen Bürgerbau, monumental gebaut. Das Haus steht heute in einer Reihe schlichter Häuser. Wegen seiner herausragenden äußeren Gestaltung war es wahrscheinlich kein Ackerbürgerhaus, sondern Teil der ehemaligen Befestigung der alten Königsburg. Später wurde es zu einem Torhaus, und im Lauf des 18. Jahrhunderts zu einem Wohnhaus. Bei den Nachbargebäuden Barfüßerstraße 11, 12 und 13 befand sich das Innere Barfüßertor oder Alte Tor der Stadt, der Hauptzugang für die Reichsstraße, die von Westen in einer Kurve heranführte. Das Tor wurde 1800 abgebrochen. Der Torbogen des Hauses Domstraße 12 war demnach ursprünglich die Durchfahrt für den Weg, der vom Barfüßertor unter mehrfacher Krümmung in die Vorburg führte. Am Spitzbogen sind Spuren einer ursprünglichen Anlage als Rundbogen zu erkennen. Im Sommer 2016 wurde die grundlegende Sanierung abgeschlossen. Von der Altstadt sind nur 25 Prozent erhalten, dieses Haus gehört zu dem, was geblieben ist. Damit endet unser Rundgang. Nicht auf diesem Rundgang liegt der Kohnstein, an dem von 1943 bis 1945 die Mittelwerk GmbH produzierte. Er braucht eigene Zeit.
Sie stehen vor dem Haus Domstraße 12, einem der ältesten Wohnhäuser Thüringens. Das Holz des ältesten Balkens wurde 1303 geschlagen. Über massivem Sockel erhebt sich ein dekoriertes Fachwerkgeschoss. Im Sommer 2016 wurde die Sanierung abgeschlossen.
Du stehst vor einem Haus, das zu den ältesten Wohnhäusern in Thüringen gehört. Forscher haben am Holz festgestellt, dass der älteste Balken im Jahr 1303 gefällt wurde. Unten ist das Haus aus schwerem Stein, oben ragt ein leichtes Fachwerkgeschoss weit über. Durch den großen Torbogen im Erdgeschoss konnte man früher hindurchfahren. Das Haus war vermutlich einmal ein Torhaus, später wohnten Menschen darin. Sieh dir den Torbogen genau an: Ist er rund oder spitz? Hier endet unser Rundgang durch Nordhausen.
Koordinaten: 51.504949, 10.790838 · auf der Karte