Sie stehen am südlichen Ende des Prinzipalmarktes, vor dem Stadthausturm, und dieser Turm ist ein Rest. Über ihn ist wenig belegt, deshalb halte ich mich kürzer als sonst. Er ist der einzige noch erhaltene Teil des ehemaligen Stadthauses. Haus und Turm wurden von 1902 bis 1907 durch Alfred Hensen im Stil der Neorenaissance entworfen. Vorher stand an dieser Stelle etwas anderes, und zwar dreierlei: die Löwenapotheke, die Stadtlegge und der Stadtkeller. Sie wurden abgetragen, damit dieser Bau entstehen konnte. Das Stadthaus selbst wurde bei den Luftangriffen auf Münster im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Turm überstand den Krieg nahezu unbeschadet. Genau das macht ihn zu dem, was Sie sehen: ein Bauteil ohne sein Gebäude, stehengeblieben an einem Platz, der im Norden vom Turm der Lambertikirche und im Süden von diesem Turm begrenzt wird. Dass er stehenblieb, heißt nicht, dass er seine Aufgabe behielt. Eine Zeit lang war im Keller eine mechanische Telefonvermittlungsstelle untergebracht. Von 2006 bis zum Oktober 2020 befand sich im Turm eine Kinderbetreuung mit dem Namen Maxi Turm; im Jahr 2025 wurde sie vollständig geschlossen. Nun das Glockenspiel, und dafür müssen Sie nur zuhören. Seit dem Jahr 2001 hängt oben wieder ein Glockenspiel der niederländischen Gießerei Petit und Fritsen. Installiert werden konnte es durch das Zusammenwirken der Kulturstiftung der Sparkasse Münster, der Gebrüder Nonhoff und des Stadtheimatvereins Münster. Seitdem erklingt es täglich um 11, um 15 und um 19 Uhr. Und es spielt nicht beliebig. Im meteorologischen Sommer, also von Juni bis August, spielt es konsequent Kein schöner Land in dieser Zeit. Vom 27. November bis zum 6. Januar spielt es Weihnachtslieder, darunter Nun freut euch, ihr Christen. Zwischendurch wurde es durch Baumaßnahmen am Turm stillgelegt und im November 2022 wieder reaktiviert. Gehen Sie von hier die Marktstraße nach Norden. Das nächste Haus steht neben dem Rathaus, und in seinen Fundamenten lag ein Schatz.
Sie stehen am südlichen Ende des Prinzipalmarktes vor dem Stadthausturm. Er ist der einzige noch erhaltene Teil des ehemaligen Stadthauses, das von 1902 bis 1907 durch Alfred Hensen im Stil der Neorenaissance entworfen wurde. Das Stadthaus selbst wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, der Turm blieb nahezu unbeschädigt. Seit 2001 hängt wieder ein Glockenspiel darin.
Dieser Turm gehörte früher zu einem großen Haus. Das Haus wurde im Krieg zerstört. Der Turm aber blieb stehen, fast ohne Schaden. Jetzt steht er allein da. Oben im Turm hängen viele Glocken, ein Glockenspiel. Dreimal am Tag spielen sie ein Lied: um 11 Uhr, um 15 Uhr und um 19 Uhr. Im Sommer spielen sie immer dasselbe Lied, es heißt Kein schöner Land in dieser Zeit. Und in der Zeit um Weihnachten spielen sie Weihnachtslieder. Horch mal, ob du etwas hörst. Im Keller dieses Turms war früher eine Telefonzentrale, und später sogar ein Ort, an dem kleine Kinder betreut wurden.
Koordinaten: 51.9612, 7.62778 · auf der Karte