Sie stehen auf dem Roggenmarkt, und wir schließen den Rundgang dort, wo die Stadt als Marktort anfing. Zusammen mit dem Alten Fischmarkt ist dieser Platz einer der ersten und ältesten Märkte Münsters. Er entstand bereits gegen Mitte des 10. Jahrhunderts, nordöstlich der Domburg, um den St.-Paulus-Dom herum. Das sind etwa zweihundert Jahre, bevor der Prinzipalmarkt entstand, den dieser Quelle erst ab 1121 ansetzt. Der Hauptmarkt ist also der jüngere der beiden, und sein Name, Prinzipalmarkt, kam sogar erst Anfang des 17. Jahrhunderts auf. Seinen eigenen Namen bekam dieser Platz von der Ware: Hier wurde hauptsächlich mit Roggen und anderem Getreide gehandelt. Warum gerade hier, erklärt die Lage im Verkehrsnetz. Der Roggenmarkt lag an einer wichtigen Handelsroute in Ost-West-Richtung nach Holland, und in unmittelbarer Nähe verlief die Nord-Süd-Verbindung aus dem Rheinland in den Norden, nach Friesland, Bremen und im späteren Verlauf auch Lübeck. Ein Getreidemarkt an einem Straßenkreuz, direkt neben dem Dom. Schauen Sie jetzt die Straße entlang, nach Süden zur Lambertikirche und weiter: Der Platz verläuft ab der Kirche in einem Bogen in westlicher Richtung, und die beiden Märkte gehen fließend ineinander über. Diese Weite ist jünger, als sie aussieht. Bis ins Jahr 1907 stand mitten in der Marktstraße eine Häuseransammlung, die als Drubbel bezeichnet wurde. Stellen Sie sich das vor: Häuser mitten im Platz, der Verkehr und der Handel ringsherum. Die Bebauung am Rand ist dieselbe Art wie am Prinzipalmarkt, historische Kaufmannshäuser mit vorgelagerten Bogengängen, die für die Architektur dieser Gebäude typisch sind. Und das Ende der Geschichte kennen Sie schon vom Anfang unseres Weges: Wie der Prinzipalmarkt wurde der Roggenmarkt im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und anschließend zu einem großen Teil in Anlehnung ans Original wiederaufgebaut. Damit sind wir dort, wo wir angefangen haben, nur tausend Jahre früher. Hier ist der Rundgang zu Ende.
Sie stehen auf dem Roggenmarkt, nördlich des Prinzipalmarktes. Er ist zusammen mit dem Alten Fischmarkt einer der ältesten Märkte der Stadt und entstand bereits gegen Mitte des 10. Jahrhunderts. Seinen Namen hat er vom Getreidehandel. Bis 1907 stand mitten in der Marktstraße eine Häuseransammlung, der Drubbel.
Du stehst auf dem ältesten Marktplatz von Münster. Es gab ihn schon vor über tausend Jahren, in der Mitte des 10. Jahrhunderts. Was hier verkauft wurde, verrät der Name: Roggen, also Getreide, aus dem man Brot backt. Der Platz lag an einem Kreuz zweier wichtiger Straßen, eine nach Holland und eine in den Norden, bis nach Bremen und Lübeck. Deshalb kamen so viele Händler hierher. Etwas Erstaunliches: Bis zum Jahr 1907 standen mitten auf dem Platz Häuser. Man nannte sie Drubbel. Heute ist dort freie Fläche. Hier endet unser Rundgang.
Koordinaten: 51.9635, 7.62806 · auf der Karte