Sie stehen vor St. Peter, und an dieser Station erzähle ich Ihnen, was mit dieser Stadt am Ende des Zweiten Weltkriegs geschah. Es gilt für fast jedes Haus auf diesem Rundgang, aber hier lässt es sich genau benennen. Zuerst das Gebäude. Die älteste Pfarrkirche Münchens, der gotische Neubau 1294 geweiht. Nach dem Stadtbrand von 1327 brannte der Ostchor bis auf die Außenmauer nieder, die Türme brannten aus. Von 1379 bis 1386 löste man sich von der gotischen Zweiturmanlage: Die beiden ausgebrannten Türme wurden abgeschrägt und zwischen den Stümpfen ein einzelner Turm errichtet. Das ist der Alte Peter. Nachdem am 24. Juli 1607 ein Blitz die Spitzhelme zerstört hatte, bekam er seine heutige Bekrönung. Die Turmuhr wird erstmals 1371 erwähnt. In 57 Metern Höhe läuft eine Galerie um den Turm, und sie umläuft die ehemalige Türmerstube für den Feuerwächter der Stadt München. Er tat hier bis zum Jahr 1936 seinen Dienst. Im Innern wurde ab 1730 der Chor spätbarock umgestaltet. Nikolaus Gottfried Stuber entwarf den Hochaltar nach dem Vorbild von Berninis Cathedra Petri im römischen Petersdom und führte ihn mit Egid Quirin Asam aus, Johann Baptist Zimmermann übernahm Stuck und Fresken. Und nun die Zerstörung, mit Daten. Am 15. April 1944 wurde der Turmaufbau getroffen. Am 17. Dezember 1944 stürzte eine Chorwand ein. Beim Angriff am 25. Februar 1945 schlugen zwei Sprengbomben im Bereich des Corpus-Christi-Altars ein, das gesamte Schiffsgewölbe brach ein. Faktisch standen nur noch der ausgebrannte Turmstumpf und die Außenmauern des Hochchores. Ein Wiederaufbau schien unmöglich. Das Baubüro des erzbischöflichen Ordinariats und das Landesamt für Denkmalpflege sahen zunächst, auch aus finanziellen Gründen, nur den Erhalt des Chores und des Turms vor. Die Ruine war zum Abriss freigegeben, und die Sprenglöcher dafür waren bereits gebohrt. Lassen Sie den Satz einen Moment stehen. Die älteste Kirche der Stadt war fertig zum Wegsprengen. Auf Initiative der beiden Stadtpfarrer Max Stritter und Max Zistl rettete Michael Kardinal Faulhaber die Kirche. Der Wiederaufbau begann 1946, finanziert durch die Spendenbereitschaft der Münchner aus allen Konfessionen und politischen Richtungen, durch den 1950 gegründeten Wiederaufbauverein und durch Hilfen aus aller Welt, zum Beispiel aus Cincinnati in den USA. Am 8. September 1951 wurde das Kreuz auf dem Turmhelm angebracht, am 27. Juni 1954 der Hochaltar geweiht. Die Rekonstruktion des Inneren dauerte bis zum Jahr 2000, als die Deckenfresken im Langhaus fertig waren. Eine Quelle nennt den Turm an einer Stelle 91 Meter hoch, an anderer 92 Meter. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe und sage dazu, dass es zwei gibt.
Sie stehen vor St. Peter, der ältesten Pfarrkirche Münchens. Der früheste Bau entstand wohl im 12. Jahrhundert, der gotische Neubau wurde 1294 geweiht. Der Turm wird im Volksmund Alter Peter genannt. Die Kirche steht auf dem Petersbergl, der einzigen nennenswerten Erhebung der Altstadt.
Das ist die älteste Pfarrkirche von München. Ihr Turm heißt bei den Leuten hier Alter Peter. Weit oben, in 57 Metern Höhe, läuft ein Balkon rund um den Turm. Dort saß früher ein Mann und schaute über die Dächer. Seine Aufgabe war es, Feuer zu entdecken und Alarm zu schlagen. Am Ende des Krieges war die Kirche fast völlig zerstört. Man wollte den Rest wegsprengen, die Löcher dafür waren schon gebohrt. Dann haben Leute dagegen gekämpft, und viele Menschen haben Geld gespendet, sogar aus Amerika. Darum steht sie noch.
Koordinaten: 48.136468725, 11.576013902 · auf der Karte