Willkommen in München. Sie stehen vor der Alten Pinakothek, eröffnet 1836, erbaut von Leo von Klenze zwischen 1826 und 1836. Diese Station handelt nicht vom Haus, sondern von der Frage, wie eine Sammlung entsteht. Die Antwort lautet: durch Geschmack, durch Druck und durch Verluste. Der Anfang liegt im 16. Jahrhundert. Herzog Wilhelm IV. gab ab 1528 eine Reihe von Historienbildern in Auftrag, darunter die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer. Sein Urenkel Maximilian I. bestellte 1616 bei Peter Paul Rubens vier große Jagdszenen. Und 1627 bekam er Albrecht Dürers Die vier Apostel, ein Werk, das der Maler seiner Vaterstadt Nürnberg geschenkt hatte. Der Kurfürst ließ die Stadt wissen, dass er das Bild gern hätte und einen abschlägigen Bescheid als hohe Kränkung nehmen würde. So kam das Geschenk nach München. Eine Quelle nennt das sanften Druck. Dann die Verluste, und sie sind erheblich. Während der schwedischen Besatzung im Dreißigjährigen Krieg wurden einundzwanzig Gemälde aus der kurfürstlichen Wunderkammer nach Stockholm gebracht. Fünf kamen zurück. Später beschlagnahmte Napoleon Bonaparte Bilder, und Altdorfers Alexanderschlacht hing im Badezimmer des Kaisers. Nach seinem Sturz gelangten nur 27 der zahlreichen beschlagnahmten Bilder nach München zurück. Von den vier großen Tierjagden, die Maximilian einst bei Rubens bestellte, ist nur noch die Nilpferdjagd hier. Zugleich kamen mit der Säkularisation viele Bilder aus den aufgehobenen Klöstern in königlichen Besitz, wovon besonders die altdeutsche Abteilung profitierte. Und es kam Ludwig I. Er sammelte mit Vorliebe altdeutsche Bilder und italienische Renaissance. 1827 erwarb er die Sammlung der Brüder Boisserée mit 216 altdeutschen und altniederländischen Meistern, 1828 die Sammlung des Fürsten Wallerstein mit 219 Werken. Am 16. Oktober 1836 wurde das Museum eröffnet. Mit der Eröffnung der Neuen Pinakothek 1853 wurde es zur Alten Pinakothek umbenannt. Danach kaufte der Staat nur noch vereinzelt. 1852 wurden bei der Schleißheimer Versteigerung sogar 1000 Bilder abgestoßen, darunter Dürers Anna Selbdritt, die heute im Metropolitan Museum in New York hängt. Und ein Satz, der nach allem Vorherigen überrascht: Kurz nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Bilder ausgelagert, so dass keine Verluste entstanden. Das Haus wurde zerstört, die Sammlung nicht. Deshalb ist diese Galerie heute vollständiger als das Gebäude, in dem sie hängt.
Sie stehen vor der Alten Pinakothek im Kunstareal. Das Museum wurde 1836 eröffnet, gebaut hat es Leo von Klenze von 1826 bis 1836. Es zeigt Gemälde vom Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts und gilt als eine der bedeutendsten Galerien der Welt.
Dieses Wort klingt schwierig: Pinakothek. Es kommt aus dem Griechischen und heißt einfach Saal, in dem man Gemälde aufbewahrt. Gebaut wurde das Haus von 1826 bis 1836. Hier hängen sehr alte Bilder. Viele davon haben eine Reise hinter sich. Ein berühmtes Bild, die Alexanderschlacht, wurde von Napoleon mitgenommen. Weißt du, wo er es aufgehängt hat? In seinem Badezimmer. Später kam es zurück. Im Zweiten Weltkrieg war man vorsichtiger: Man brachte alle Bilder rechtzeitig weg. Das Haus wurde kaputt, die Bilder nicht.
Koordinaten: 48.148291, 11.569985 · auf der Karte