Stadtohr

Stadtrundgang Mönchengladbach · Station 16 von 16

Propstei Abteistraße 37

· propstei, gasthaus, barock

Ausführlich

Die letzte Station, und sie bringt uns noch einmal zur Abtei zurück. Sie stehen vor der Propstei in der Abteistraße 37. Erbaut wurde das Haus im 18. Jahrhundert, und es war das Gasthaus der Abtei: der Ort, an dem Gäste unterkamen, die zum Kloster auf dem Berg gehörten. Wir haben am Alten Markt schon ein Haus gesehen, das den Namen des Abteipatrons trägt, und wir haben die Klostergebäude gesehen, in denen heute die Stadtverwaltung sitzt. Dieses Haus ist das dritte Stück aus demselben Zusammenhang. Nun der Bau. Es ist ein dreigeschossiger, unterkellerter Backsteinbau auf rechteckigem Grundriss, verputzt, mit S-förmigen Mauerankern in der Wand und einem pfannengedeckten Walmdach, dessen Grate mit Schiefer gedeckt sind. Die vordere Längsfront ist dreiachsig und wird durch einen quadratischen, viergeschossigen Turmbau mit geschweifter Schieferhaube symmetrisch gegliedert. Die Schmalseiten haben zwei, die Rückfront vier Fensterachsen. Sehen Sie sich die Fenster der Reihe nach an, denn sie geben die Rangfolge der Geschosse. Im Erdgeschoss schließen sie mit einem schwachen Stichbogen und haben Sohlbänke aus Werkstein. Das erste und zweite Geschoss sind durch größere Fensterhöhe ausgezeichnet und haben umlaufende Werksteingewände, mit Ausnahme der nördlichen Schmalseite. Darüber läuft ein knappes Mauergesims mit vorgehängter Traufrinne. Am Turm liegt vorn die rundbogige Eingangstür mit einer korrespondierenden Rahmenblende, und seitlich an den Turmecken begleiten Strebepfeilervorlagen den Bau bis ins erste Geschoss, oben mit schräger Abdeckung aus Betonstein. Die Fenster in den Turmobergeschossen sind kleinformatig, im dritten Geschoss haben sie kein Gewände mehr und sind lukenartig verbrettert. Dann die Eingriffe. Beim Wiederaufbau der Rückfront im Süden wurde ein eingeschossiger Vorbau mit Dachaustritt angefügt. An der hangabwärts gewandten südlichen Schmalseite ersetzte man die Anbauten des 19. Jahrhunderts durch eine unterkellerte Terrasse, die über eine vortretende Fenstertür zugänglich gemacht wurde. Im Südwesten steht eine Garage unter Walmdach. Die Fenster sind Holzsprossenfenster mit Schlagläden. Und dann ein Satz, mit dem eine Quelle schließt: Das Innere ist völlig modernisiert. Mehr steht dort nicht, und mehr sage ich dazu nicht. Am 10. Dezember 1985 wurde das Haus unter der Nummer A 018 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen. Damit endet der Rundgang. Sie haben einen Hügel umrundet, auf dem ein Erzbischof um 974 ein Kloster gründete, und Sie haben gesehen, was daraus geworden ist: ein Rathaus in der Abtei, eine Spinnerei in den Klosterräumen, eine Reihe Wohnhäuser als Stützmauer, ein Wasserturm mit dem Gesicht eines Bürgermeisters und ein Museum, das in den Hang gebaut wurde.

Kurzfassung

Die letzte Station. Sie stehen vor der Propstei in der Abteistraße 37, dem ehemaligen Gasthaus der Abtei. Erbaut wurde das Haus im 18. Jahrhundert. Es ist ein verputzter Backsteinbau mit drei Geschossen und einem Turm. Am 10. Dezember 1985 kam es als Nummer A 018 in die Denkmalliste.

Für Kinder

Das ist die letzte Station. Dieses Haus war das Gasthaus der Abtei. Hier schliefen die Gäste, die zum Kloster oben auf dem Berg kamen. Gebaut wurde es im 18. Jahrhundert, aus Backstein, und dann verputzt. In der Mitte sitzt ein Turm mit einer geschwungenen Haube aus Schiefer. Zähle am Turm die Fenster von unten nach oben: Sie werden immer kleiner, und ganz oben sind sie mit Brettern zugenagelt. Innen sieht das Haus heute ganz modern aus, davon ist nichts Altes übrig. Draußen aber schon. Du hast heute einen ganzen Hügel umrundet: Kloster, Rathaus, Kirchen, Mauerturm, Wasserturm und Museum. Was hat dir am besten gefallen?

Quellen

Koordinaten: 51.19291, 6.432434 · auf der Karte

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