Sie stehen vor dem Steuerhaus, Marktplatz 16. Es nimmt fast die ganze Nordseite des Marktplatzes ein. Links liegt der ehemalige Fischmarkt, rechts das Rathaus, dahinter das ehemalige Augustinerkloster mit dem Innenhof der heutigen Pfarrei St. Johann Baptist. Gebaut wurde das Steuerhaus 1494/95 als Verwaltungsgebäude der damals noch Freien Reichsstadt Memmingen. In den oberen Geschossen saßen der Geheime Rat und die Finanzverwaltung, im Erdgeschoss waren Läden. Es war einstöckig, ein profaner unverputzter Ziegelbau mit 20 Rippenbögen. Schauen Sie auf den Laubengang mit den Rundbögen. Das Haus ist überwiegend ockerfarbig bemalt. In der Mitte der Vorderfront, auf Höhe des ersten Stockes, sehen Sie eine Stadtansicht, ringsum barocke Muster mit Muscheln und Rocaillen. Im Sommer sind die vielen Fenster mit rotblühenden Geranien geschmückt. Die Bemalung konnte 1909 vollendet werden, dank dem Vermächtnis der Bürgermeisterswitwe Rosa von Zoller. Eine Quelle nennt die Stadtansicht einmal neubarock, einmal aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Stirnseiten tragen barocke geschwungene Giebel, dort sind die Fenster nur aufgemalt. Die Rückseite ist nur vom Garten des Augustinerklosters aus zu sehen und hat keine Fenster. 1708 wurde das Haus um ein Stockwerk erhöht. Zuvor hatte man Bögen abgebrochen, um dem Rathaus einen würdigeren Rahmen zu geben. Der die Quelle zu Steuerhaus nennt drei Bögen und 1522/63, der die Quelle zu Rathaus zwei Rippen und 1565. Das sagte ich schon am Rathaus. An das Steuerhaus schloss sich der vierstöckige Münzturm an. 1863 wurde er als Treppenhaus umgebaut und teilweise abgebrochen. Heute ist er der Eingang. Bis zum Ende der Reichsstadt wurde das Gebäude als Steuerhaus genutzt. 1803 kam die Bibliothek der Stadt ins Steuerhaus, seit 1805 beherbergte es viele verschiedene Ämter. Heute sind im Erdgeschoss ein Café und ein Schmuckgeschäft, im ersten und zweiten Stock das Sozialamt.
Sie stehen vor dem Steuerhaus am Marktplatz, Hausnummer 16. Es wurde 1494/95 als Verwaltungsgebäude der Freien Reichsstadt Memmingen errichtet. Oben saßen der Geheime Rat und die Finanzverwaltung. Heute sind im Erdgeschoss ein Café und ein Schmuckgeschäft.
Dieses Haus ist ockerfarben bemalt, mit Muscheln und Schnörkeln. An den Seiten sind sogar Fenster nur aufgemalt. Im Sommer hängen rote Geranien an den echten Fenstern. Gebaut wurde das Haus 1494/95. Damals war Memmingen eine Reichsstadt, und hier saßen der Geheime Rat und die Leute, die sich um das Geld der Stadt kümmerten. Unten sind Läden. Findest du ein Fenster, das nur aufgemalt ist?
Koordinaten: 47.9865, 10.1809 · auf der Karte