Sie stehen vor dem Hartliebhaus, Kramerstraße 11, etwa in der Mitte der nördlichen Kramerstraße. Eine Quelle nennt die Straße Teil der alten Welfenstadt. Dazu gleich mehr. Zuerst das Haus. Es hat drei Geschosse, fünf zu drei Achsen und ein Mansarddach, erbaut wurde es im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts. Schauen Sie auf die Fassade: Das Portal ist stichbogig, aber durch moderne Ladeneinbauten im Untergeschoss zugesetzt. An den Ecken des Untergeschosses stehen zwei genutete Lisenen, die beiden Obergeschosse fasst man mit Pilastern an den Kanten zusammen. Die mittlere Achse springt als flacher Risalit vor. Die Felderungen unter den Fenstern sind schlicht, nur an der Mittelachse sitzt Stuck mit Allianzwappen und Palmwedel. Drinnen hat das Treppenhaus schlichten Rahmenstuck und Holzgeländer mit schlanken Holzbalustern, die Decke im zweiten Obergeschoss einen geschwungenen Stuckrahmen. Im Hinterhaus liegt ein zweiter Treppenaufgang. Und nun die Welfen. Im 10. Jahrhundert kam Memmingen an die Welfen. Erstmals erwähnt ist der Ort 1128 als Mammingin, in einer Urkunde, die einen Landtag von 1099 nennt. Landtage fanden nur in machtpolitischen Zentren statt, folgert eine Quelle, also war Memmingen für die Welfen schon ein bedeutender Ort. Ausgrabungen von 1991 beim Antoniterkloster und am Marktplatz zeigen, dass die Besiedelung im 9. Jahrhundert noch relativ klein war. Salzstraße und Fernstraßen machten den Handelsposten wichtig, im 11. und 12. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung stark. Dann kam der Streit mit den Welfen. 1130 zerstörte der Staufer Friedrich von Schwaben Memmingen. Die Stadt brannte bis auf die Grundmauern ab. Noch heute zeugen Aschespuren im Boden davon. 1142 siegelte Heinrich der Löwe in der Villa nostra Maemingen. 1178 oder 1179 wurde die bis dahin welfische Kirche St. Martin staufisch.
Sie stehen vor dem Hartliebhaus, Kramerstraße 11, in der Altstadt. Es ist Teil der alten Welfenstadt. Das dreigeschossige Haus mit Mansarddach wurde im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts erbaut. An der Mittelachse sitzt Stuck mit Allianzwappen und Palmwedel.
Dieses Haus hat ein besonderes Dach, ein Mansarddach. Es wurde im 18. Jahrhundert gebaut und hat drei Stockwerke. In der Mitte, über den Fenstern, ist ein Wappen aus Stuck mit einem Palmwedel. Die Straße gehört zur alten Welfenstadt. Die Welfen herrschten über Memmingen, im 10. Jahrhundert kam der Ort an sie. 1130 brannte die Stadt ab. Noch heute findet man Asche im Boden. Findest du das Wappen aus Stuck?
Koordinaten: 47.9857, 10.18157 · auf der Karte