Stadtohr

Stadtrundgang Memmingen · Station 16 von 16

Buxheimer Haus

· kartause, stadthaus, spitzgiebel, fresko

Ausführlich

Sie stehen vor dem Buxheimer Haus, Martin-Luther-Platz 7. Das Haus steht westlich des ehemaligen Kirchhofes von St. Martin, mitten im geistlichen Zentrum der Stadt. Damit sind wir wieder bei der Kirche, mit der wir begonnen haben. Seine Rückseite grenzt direkt an die westliche Stadtmauer. An der Nordseite führt heute die Köhler-Passage durch einen Mauerdurchbruch zum Westertorplatz. Am 17. Dezember 1406 verkaufte Heinrich von Eisenburg das Haus an die Kartause Buxheim, die es fortan als Stadthaus nutzte. Das heutige Gebäude stammt von 1551. Ich nenne Ihnen beide Jahreszahlen, 1406 und 1551, denn sie meinen verschiedene Dinge: den Kauf und den Bau, den Sie sehen. Schauen Sie auf die Front: Das Haus hat zwei Geschosse und einen schwäbischen Spitzgiebel. Die Front ist mit Inschriften und Bildern in Freskotechnik bemalt. Neben der Haustür sehen Sie ein Sandsteinwappen der Kartause. 1724 wurde es angebracht, nach der Säkularisation abmontiert und im Rathaus aufbewahrt. Bei der Sanierung 1951 kam es an seinen ursprünglichen Platz zurück. Die Haustür mit der schlichten Felderung wurde um 1800 eingebaut. Nach der Säkularisation ging das Haus in Privatbesitz über, 1951 und 2002 wurde es saniert und erneuert. Hier endet unser Rundgang durch Memmingen, die frühere Reichsstadt, die sich selbst Stadt der Freiheitsrechte nennt. Sie haben das Rathaus gesehen, vor dem 1524 und 1525 die Bürger standen, die Kirche, in der die Reformation Einzug hielt, und das Haus, in dem Wallenstein Quartier nahm. Der Memminger Freiheitspreis 1525 würdigt dieses Erbe. Zu den bekanntesten Veranstaltungen zählen laut Wikipedia der jährliche Fischertag und die Wallensteinfestspiele, die alle vier Jahre stattfinden. Die Altstadt gehört mit ihren vielen Plätzen, Bürger- und Patrizierhäusern, Palästen, Kirchen, Stadttoren und der Stadtbefestigung zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Süddeutschlands. Danke, dass Sie mitgegangen sind.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Buxheimer Haus, Martin-Luther-Platz 7. Die Kartause Buxheim kaufte es 1406 und nutzte es als Stadthaus. Das heutige Gebäude mit dem schwäbischen Spitzgiebel stammt von 1551. Die Front ist mit Inschriften und Bildern in Freskotechnik bemalt.

Für Kinder

Dieses Haus hat ein Dach mit einem Spitzgiebel, und die Wand ist bemalt, mit Schrift und Bildern. Das heutige Haus ist von 1551. Schon 1406 kaufte es die Kartause Buxheim und benutzte es als Stadthaus. Neben der Tür sitzt ein Wappen aus Stein. Es wurde einmal abgenommen und im Rathaus aufbewahrt. Jetzt hängt es wieder an seinem Platz. Du hast jetzt viel von Memmingen gesehen. Was war dein Lieblingsort?

Quellen

Koordinaten: 47.9855, 10.1785 · auf der Karte

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