Sie stehen am ehemaligen Antoniterkloster. Es ist weltweit die am besten erhaltene vierflügelige Antoniterklosteranlage. Schauen Sie sich die Anlage an: vier Flügel, die zusammen das Kloster bilden. Am 21. April 1214 übertrug Kaiser Friedrich II. dem Kloster das Patronatsrecht der Martinskirche. Sie war eine der zwei Memminger Pfarrkirchen, und nach einer Quelle zu St. Martin gründeten die Antoniter hier ihre erste Niederlassung auf deutschem Boden. Die ersten Schenkungen erhielt das Kloster schon vor 1235. Das erste Spital der Ordensbrüder lag vermutlich zwischen der heutigen Kinderlehrkirche und der Martinskirche. Reich war das Memminger Haus nicht. Sein Sammelbezirk reichte bis nach Mähren, trotzdem gehörte es zu den finanzschwächeren Häusern im Heiligen Römischen Reich. Schon 1378 und 1379 dachte man an eine eigene Kapelle, aber das Geld fehlte. Erst 1391 kam es zu mehr Bautätigkeit. Der Präzeptor Jean Barrucher aus Crémieu erwarb am 4. Januar 1391 ein Haus neben seinem Wohnhaus und machte daraus die Antoniuskapelle, außerdem entstand ein neues Spital. Mitte des 15. Jahrhunderts begann man unter dem Abt Petrus Mitte von Caprariis, der von 1439 bis 1479 amtierte, mit der Vierflügelanlage, die noch heute besteht. Dann die Reformation. Von 1527 bis 1549 stand die Präzeptorei unter der Verwaltung des Rates, 1562 übergab man sie endgültig der Stadt. Das gut erhaltene Präzeptoreigebäude, später Zur Eintracht genannt, war erst ein evangelisch-lutherischer Pfarrhof mit Bücherei, von 1804 bis 1814 eine Kaserne, dann Privatbesitz. Die Klosterkirche stand außerhalb der Klostermauern. Sie dient heute als Kinderlehrkirche. 1996 war eine zwölfjährige Sanierung beendet, nötig geworden, weil der damalige Eigentümer das ehemalige Kloster verkommen ließ. Heute sind das Antoniter- und das Strigel-Museum, die Stadtbibliothek und ein Café in den Räumen. Reste einer frühen Siedlung liegen laut Wikipedia unter der Martinskirche und dem Antoniterkloster.
Sie stehen am ehemaligen Antoniterkloster. Es ist die weltweit am besten erhaltene vierflügelige Antoniterklosteranlage. 1214 übertrug Kaiser Friedrich II. dem Kloster das Patronat der Martinskirche. Heute sind hier zwei Museen, die Stadtbibliothek und ein Café.
Das hier war ein Kloster. Die Mönche hießen Antoniter, und sie kamen 1214 nach Memmingen. In Deutschland war es ihre erste Niederlassung. Das Kloster hat vier Flügel, und es ist auf der ganzen Welt das am besten erhaltene dieser Art. Später war in einem Teil sogar eine Kaserne für Soldaten. Heute sind hier Museen, die Bibliothek und ein Café. Kannst du die vier Flügel des Gebäudes finden?
Koordinaten: 47.985, 10.1785 · auf der Karte