Stadtohr

Stadtrundgang Meißen · Station 15 von 16

Bischofsschloss Meißen

· bischofsresidenz, spätgotik, burgberg, amtsgericht

Ausführlich

Sie stehen vor dem Bischofsschloss, der ehemaligen Residenz der Bischöfe des Bistums Meißen. Zusammen mit dem Dom und der Albrechtsburg prägt es das Stadtbild. Heute nutzt es das Amtsgericht, seit 1837. Die Residenz der Bischöfe befindet sich seit dem 10. Jahrhundert an der Südostecke des Burgbergs. Wie sie vor dem großen spätgotischen Neubau aussah, ist nicht bekannt. Nur in der Durchfahrt vom Domplatz zum Bischofshof stehen noch massive romanische Pfeiler. Sie deuten auf ein Torhaus der romanischen Zeit hin. Schauen Sie zur Südostecke des Burgbergs. Dort steht der runde Turm namens Liebenstein, der auf das hohe Mittelalter datiert wird. Er trägt eine schiefergedeckte geschweifte Haube, die zum unverwechselbaren Gesamtbild des Burgbergs beiträgt. Den spätgotischen Neubau begann Bischof Johann V. von Weißenbach, der von 1476 bis 1487 im Amt war. Vollendet wurde er erst unter Bischof Johann VII. von Schleinitz, von 1518 bis 1537. Zwei Geschosse mit Satteldach erheben sich über dreigeschossigen tonnengewölbten Kellern. Sie zeigen, dass das Bauwerk über das Plateau des Burgbergs hinausgeschoben wurde. Unregelmäßige Fensterreihen mit teils gekuppelten Vorhangbogenfenstern gliedern das Äußere. Zum Hof hin gibt es mehrere spitzbogige Portale. Das Portal zur Treppe trägt das Wappen des Bischofs Johann V. von Weißenbach. Das Torhaus zwischen dem Bischofsschloss und dem südlichen Querhausarm des Doms wurde unter Bischof Johann VIII. von Maltitz erbaut, von 1537 bis 1540. Dabei wurde das romanische Tor zwei- bis dreigeschossig überbaut. In der Durchfahrt ist eine Steintafel mit Bezug auf Kaiser Karl V. angebracht, im östlichen Tor ein kursächsisches Wappen aus dem 18. Jahrhundert. Nach 1837 wurde ein Ostflügel in angleichender neugotischer Form nach Plänen von G. G. Krüger angebaut. 1912 folgte ein Umbau, und 1995, 1999 und ab 2002 wurde das Bauwerk umfassend saniert.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Bischofsschloss, der ehemaligen Residenz der Bischöfe des Bistums Meißen. Sie lag seit dem 10. Jahrhundert an der Südostecke des Burgbergs. Der spätgotische Neubau wurde im späten 15. Jahrhundert begonnen und im 16. Jahrhundert vollendet. Heute nutzt das Amtsgericht das Schloss.

Für Kinder

Du stehst vor dem Bischofsschloss. Hier wohnten früher die Bischöfe von Meißen, schon seit dem 10. Jahrhundert. Am Rand des Berges steht ein runder Turm, der Liebenstein. Er hat eine Haube aus Schiefer, die geschwungen ist. Heute ist hier kein Bischof mehr zu Hause, sondern ein Gericht, das Amtsgericht. In der Durchfahrt stehen sehr alte Pfeiler aus der Romanik. Sie sind viel älter als das Schloss selbst. Kannst du den runden Turm entdecken?

Quellen

Koordinaten: 51.16589, 13.472296 · auf der Karte

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