Stadtohr

Stadtrundgang Mannheim · Station 16 von 16

Schlosskirche Mannheim

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Schlosskirche Mannheim
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Ausführlich

Sie stehen an der Schlosskirche, die zum Westflügel des Mannheimer Schlosses gehört. Von 1731 bis 1777 war sie die Hofkapelle der Kurfürsten von der Pfalz, heute ist sie die Pfarrkirche der alt-katholischen Gemeinde. Die Weihe auf den Namen Mariä Heimsuchung beendete die erste Bauphase des Schlosses. Zum Datum gibt es zwei Angaben: den 6. Mai und den 13. Mai 1731. Wer welchen Anteil am Bau der Kirche hatte, ist unklar, denn Vorplanungen und begonnene Arbeiten mussten übernommen werden. Hier erklang die Musik des Hofes. Die Schlosskirche diente den täglichen Gottesdiensten des Hofstaats, die Kirchenmusik spielte das damals berühmte Hoforchester, das die Mannheimer Schule entwickelte. 1777 wurde hier Händels Messias sehr früh aufgeführt. Hoforganist war Abbé Georg Joseph Vogler, und bei seinen Besuchen in Mannheim spielte Mozart die Orgel der Kirche. Mit dem Wegzug des Hofes nach München 1778 begann ein Schattendasein. 1803 fiel Mannheim an Baden, Karl Friedrich übergab die Kirche den Reformierten, ab 1809 nutzten sie Reformierte und Katholiken gemeinsam. 1819 nahm Großherzogin Stephanie ihren Witwensitz in Mannheim, bis zu ihrem Tod 1860 gab es noch einmal eine kleine Hofhaltung. 1870 richtete das Rote Kreuz hier ein Depot ein. 1874 übergab Großherzog Friedrich I. die Kirche der neu gegründeten alt-katholischen Gemeinde, die 1902 mit 2.003 Mitgliedern ihren Höchststand erreichte. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche 1943 und 1945 wie das ganze Schloss bis auf die Mauern zerstört. Nahezu unbeschädigt blieb nur die Kurfürstengruft. Von 1952 bis 1956 wurde die Kirche wiederaufgebaut, als Musterbeispiel deutscher Denkmalpflege gelobt, obwohl man die Scheinkuppel hinter dem Hochaltar nicht wiedererrichtete und die Orgel an die Stelle der Kurfürstenloge setzte. Am 1. Juli 1956 wurde sie neu geweiht. Schauen Sie auf das Giebelrelief über dem Eingang: Es zeigt die Heilige Dreifaltigkeit und stammt von Paul Egell, es ist eines seiner größten Reliefs. Das Deckengemälde, ursprünglich 1728 von Cosmas Damian Asam geschaffen, misst 224 Quadratmeter und ist heute eine Nachschöpfung des Kunstmalers Carolus Vocke. Über 120 Stuckaturen im Bandelwerkstil verzieren die Wände. Hinter dem Altar liegt die Sakristei, und von ihr aus gelangt man in die kurfürstliche Gruft. Dort liegen Carl Philipp und seine dritte Frau in Sarkophagen. Damit endet unser Rundgang, wieder am Schloss, wo wir begonnen haben.

Kurzfassung

Sie stehen an der Schlosskirche im Westflügel des Mannheimer Schlosses. Sie war von 1731 bis 1777 die Hofkapelle der Kurfürsten von der Pfalz und ist heute die Kirche der alt-katholischen Gemeinde. Hier endet unser Rundgang, wieder am Schloss, wo wir begonnen haben.

Für Kinder

Du stehst an der Schlosskirche. Sie gehörte zum Hof der Kurfürsten. Hier spielte das berühmte Hoforchester, und Mozart spielte bei seinen Besuchen die Orgel. Es gibt eine Gruft, in der Kurfürst Carl Philipp und seine dritte Frau in Sarkophagen liegen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf die Mauern zerstört, nur die Gruft blieb fast unbeschädigt. Heute feiert hier die alt-katholische Gemeinde. Jetzt sind wir wieder am Schloss, wo wir angefangen haben. Welche Station hat dir am besten gefallen?

Quellen

Koordinaten: 49.4844, 8.46167 · auf der Karte

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