Stadtohr

Stadtrundgang Lutherstadt Wittenberg · Station 4 von 16

Museum der städtischen Sammlungen im Zeughaus

1855 · museum, stadtgeschichte, ethnologie, zeughaus

Ausführlich

Sie stehen vor dem ehemaligen Zeughaus in der Juristenstraße 16a, am Arsenalplatz. Das denkmalgeschützte Haus wurde 1855 als Remise gebaut, als Halle für Artilleriewagen, und diente seitdem militärischen wie zivilen Zwecken. 2016 und 2017 wurde es generalsaniert, die historische Fassade zum Arsenalplatz wurde wiederhergestellt. Von 2015 bis 2018 entstanden in mehreren Etappen auf drei Etagen moderne Ausstellungsräume mit mehr als 1500 Quadratmetern. Am 21. Dezember 2018 wurde das Museum eröffnet. Gehen wir die Etagen durch. Im Erdgeschoss werden auf dreihundert Quadratmetern achtzehn sogenannte Kronjuwelen der Stadt gezeigt, darunter drei Objekte aus der Sammlung von Julius Riemer. Zur Stadtgeschichte gehören eine Riesenrippe aus der Reliquiensammlung Friedrichs des Weisen und die Amtskette des Oberbürgermeisters. Im Zentrum steht ein Modell der Stadt um 1870 mit fast 20 Quadratmetern Grundfläche. Im ersten Stock sind 400 Exponate zur Stadtgeschichte ausgestellt, unter dem Titel Wittenberg im Wandel der Jahrhunderte. Sie reicht von der Vorgeschichte über Mittelalter und frühe Neuzeit bis ins 19. und 20. Jahrhundert und fragt am Ende nach möglichen Entwicklungen in der Zukunft. Im Obergeschoss zeigt die Ausstellung Riemers Welt auf über 500 Quadratmetern 1500 Objekte zur Naturkunde und Ethnologie und stellt die Biografie des Sammlers Julius Riemer in den Mittelpunkt. Es ist die einzige ethnologische Dauerausstellung in Sachsen-Anhalt, die Objekte mehrerer Kontinente kulturvergleichend vorstellt. Hinzu kommt ein Sonderausstellungsbereich von 150 Quadratmetern. Dort liefen unter anderem Juden in Lutherstadt Wittenberg im Dritten Reich, Lucas Cranach der Jüngere als Wittenberger Bürger, Ratsherr und Geschäftsmann, und 2024 Anton Wilhelm Amo, Zwischen den Welten. Gemeinsam mit der Historischen Stadtinformation bildet das Haus ein Forum, das die Sammlungen zur Stadtgeschichte und Vorgeschichte mit denen zur Naturkunde und Ethnologie verbindet.

Kurzfassung

Sie stehen am Museum der städtischen Sammlungen im Zeughaus, Juristenstraße 16a. Das Haus wurde 1855 als Remise für Artilleriewagen gebaut. Das Museum eröffnete am 21. Dezember 2018. Es zeigt Stadtgeschichte, Naturkunde und Ethnologie.

Für Kinder

In diesem Museum steht ein großes Modell von Wittenberg, so wie die Stadt um 1870 aussah. Es ist fast 20 Quadratmeter groß. Du findest hier auch eine Riesenrippe aus der Sammlung von Kurfürst Friedrich dem Weisen. Im oberen Stockwerk gibt es Dinge aus Naturkunde und Völkerkunde, die ein Mann namens Julius Riemer gesammelt hat. Das Haus war früher eine Halle für Wagen der Artillerie. Von welchem Tier, glaubst du, stammt eine Riesenrippe?

Quellen

Koordinaten: 51.86786, 12.642848 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.