
Eine Backsteinkirche in dunklem Rot. Der hohe, viereckige Turm trägt ein grünes Kupferdach in Pyramidenform mit Kreuz, an den Seiten sitzen Zifferblätter. In den Turm sind schmale, hohe Bogenfenster eingelassen, davor stehen Ziergiebel mit grünen Dachkanten. Links schließt das Kirchenschiff mit grauem Schieferdach an. Davor steht eine Straßenlaterne, rechts ein helles Haus.
Sie stehen vor der römisch-katholischen Pfarrkirche Lüdenscheids, St. Joseph und Medardus. Sie gilt als architektonisch sehr bedeutend und steht seit 1986 unter Denkmalschutz. Beginnen wir mit ihrer Vorgängerin. Die katholische Gemeinde hatte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts neu gegründet und nutzte die kleine Kreuzkapelle im Bereich des heutigen Sternplatzes. Sie war 1471 errichtet worden und bot höchstens 150 Personen Platz. 1890 zählte die Gemeinde etwa 3000 Mitglieder. Pfarrer Herdes legte 1882 den Grundstein. Der Paderborner Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig entwarf die Kirche im Stil der norddeutschen Backsteingotik mit Werksteinzier: eine neugotische Saalkirche mit Kreuzrippengewölben und einem zweischiffigen Querhaus mit Emporen. Der Chor wird von Nadeltürmen begleitet. An der Südostseite steht eine sechseckige Taufkapelle unter einem Zeltdach. Unter Pfarrer Meyer war das Gebäude 1885 fertig, geweiht wurde es erst sechs Jahre später, 1891. 1887 brach man die alte Kreuzkapelle ab. Ihre barocke Kreuzigungsgruppe fand im Chor hinter dem Altar einen neuen Platz. Dort zeigen fünf Fenster von 1891 in der Mitte Christus Pantokrator, daneben unter anderem die beiden Patrone Joseph und Medardus. Schauen Sie hinauf zum Turm. Er ist 54,15 Meter hoch und trägt ein Satteldach. Auch an ihm finden sich Details der Backsteingotik, vor allem aber des Expressionismus. Er entstand erst zwischen 1927 und 1929 nach Plänen von Robert Lamm, vorher hatte die Kirche nur einen Dachreiter. Zusammen mit den Türmen von Erlöserkirche und Christuskirche vollendete er die Silhouette Lüdenscheids. Vier Glocken wurden 1927 und 1928 geweiht. Als „Salve-Regina-Geläut“ gingen sie in die Geschichte ein. 1942 wurde das Geläut zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Heute trägt der Turm ein vierstimmiges Geläut der Glockengießerei Albert Junker aus Brilon. Die beiden kleinen Glocken wurden 1947 gegossen, die beiden großen 1948. Zum Namen: Patrone sind Medardus, der Schutzpatron der Stadt, und Josef von Nazareth, der Ziehvater Jesu. Ein Patrozinium Josefs ist typisch für Kirchenbauten, die während des Kulturkampfes in Deutschland neu gebaut wurden. Von Medardus hören Sie später noch mehr.
Sie stehen vor der katholischen Pfarrkirche St. Joseph und Medardus. Der Grundstein wurde 1882 gelegt, der Bau war 1885 fertig, geweiht wurde die Kirche 1891. Der Architekt Arnold Güldenpfennig baute sie im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Der Turm kam erst zwischen 1927 und 1929 hinzu.
Du stehst vor einer Kirche im Stil der Backsteingotik. Gebaut wurde sie von 1882 bis 1885. Früher hatten die Katholiken in Lüdenscheid nur eine kleine Kapelle, in die höchstens 150 Menschen passten. Der Turm kam erst viel später dazu, in den Jahren 1927 bis 1929. Schau hinauf: Er trägt ein Dach wie ein Haus, ein Satteldach. Im Jahr 1942 wurden die Glocken eingeschmolzen. Heute läuten vier neue, gegossen 1947 und 1948. Der Patron der Kirche ist Medardus, der Schutzpatron der Stadt. Was glaubst du, wie hoch der Turm ist? Er misst 54,15 Meter.
Koordinaten: 51.2138, 7.63006 · auf der Karte