
Willkommen in Lüdenscheid. Wir beginnen an der Christuskirche, und von hier aus lässt sich schon einiges über die Stadt sagen. Lüdenscheid liegt im nordwestlichen Sauerland, ist Kreisstadt des Märkischen Kreises und hat rund 70.800 Einwohner. Der Ortskern liegt auf etwa 420 Metern Höhe. Wer sich der Stadt aus den Tälern nähert, etwa aus Richtung Altena durch das Rahmedetal, nimmt sie als Bergstadt wahr. Diesen Beinamen hört man seit Jahrzehnten häufig. Nun zur Kirche. Warum steht sie hier? 1827 wurde die Kreuzkapelle am heutigen Sternplatz an die katholische Gemeinde abgegeben. Danach gab es in der Innenstadt für Jahrzehnte nur ein evangelisches Gotteshaus, die heutige Erlöserkirche. Zwar entstanden 1890 die Kirche Oberrahmede und 1899 die Kreuzkirche Brügge, aber beide in Lüdenscheid-Land. In der Stadt selbst fehlte der Neubau noch, und die Bevölkerung wuchs stark. So baute man von 1900 bis 1902 die Christuskirche, großzügig, aber angesichts des Bedarfs nicht zu groß. Mit zwölfhundert Sitzplätzen ist sie das größte Gotteshaus im Märkischen Kreis. Schauen Sie hinauf zum Turm. Sein spitzer steinerner Helm ragt 61,5 Meter hoch, es ist der höchste Turm der Stadt. Er ist auf die Heedfelder Straße ausgerichtet, die westlich anschließt, und bildet eine wichtige Dominante im Stadtbild. Die Kirche ist neugotisch und an der Hochgotik orientiert, ihr unmittelbares Vorbild war die Trinitatiskirche in Berlin-Charlottenburg. Den Grundriss bildet ein griechisches Kreuz. Der Name Christuskirche wird in drei Bildern erklärt, den drei Ämtern Jesu. Außen am Turm, über dem Hauptportal, steht die Figur des lehrenden Propheten. Das Bild am Altar zeigt den Leidenden in Gethsemane. Im Rosettenfenster über dem Altar erscheint der Auferstandene, umgeben von himmlischen Heerscharen, die auf das Chorgewölbe gemalt sind. Seit 1955 sind die zwölf Apostel im Chor ausgemalt, und am Bogen steht: „Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“ Die Orgel baute 1902 E. F. Walcker. Sie hat 36 Register auf drei Manualen und Pedal und wurde 2008 weitgehend in den Ursprungszustand zurückgeführt. 1945 richtete alliierter Beschuss Schäden an, die später beseitigt wurden. Der Turm wurde 2018 und 2019 aufwändig saniert. Als Nächstes gehen wir zum Sternplatz.
Sie stehen vor der Christuskirche. Sie wurde von 1900 bis 1902 nach Plänen von Gerhard August Fischer aus Barmen gebaut. Mit zwölfhundert Sitzplätzen ist sie das größte Gotteshaus im Märkischen Kreis, und ihr Turm ist mit 61,5 Metern der höchste in Lüdenscheid.
Du stehst vor einer sehr großen Kirche. Ihr Turm ist 61,5 Meter hoch, kein Turm in Lüdenscheid ist höher. Gebaut wurde sie von 1900 bis 1902, weil die Stadt wuchs und eine neue evangelische Kirche gebraucht wurde. In die Kirche passen zwölfhundert Menschen, so viele wie in keine andere Kirche im Märkischen Kreis. Schau über das Hauptportal am Turm: Dort steht die Figur eines Propheten, der lehrt. Von oben gesehen hat die Kirche die Form eines Kreuzes. Kannst du dir vorstellen, wie voll es wird, wenn zwölfhundert Menschen darin sitzen?
Koordinaten: 51.2212, 7.623 · auf der Karte