Sie stehen vor der römisch-katholischen Kirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit, am Marktplatz, gegenüber der evangelischen Stadtkirche. Ihre Geschichte ist die Geschichte eines Besitzerwechsels. Denn gebaut wurde sie für die Soldaten. Ab 1721 entstand sie nach Plänen von Paolo Retti als lutherische Garnisonskirche, 1781 wurde sie erweitert. Wo gingen die Katholiken hin? Die kleine katholische Gemeinde Ludwigsburgs bestand vor allem aus Italienern. Ab 1733 hielt sie ihre Gottesdienste in der Schlosskapelle ab, die unter Herzog Carl Alexander katholisch geweiht worden war. Ab 1810 nutzten beide Konfessionen die Garnisonskirche gemeinsam. 1903 wurde eine neue Garnisonskirche gebaut, und nun überließ man die alte den Katholiken allein. Schauen Sie sich die Fassade im Westen an. Ein Volutengiebel krönt sie, Pilaster gliedern sie in drei Bereiche, im mittleren sitzt das Portal. Aus dem Satteldach des Langhauses erhebt sich ein Dachturm mit Pyramidendach. Der halbrund geschlossene Chor wurde 1906 angebaut. Im Inneren hängt ein Gemälde, das Carlo Carlone zugeschrieben wird. Aber der Innenraum ist ein Bruch. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als Betonfachwerkbau mit durchlaufenden Emporen erneuert. Er ist schlicht und neuzeitlich gestaltet und bildet damit einen starken Kontrast zum barocken Äußeren. Die Orgel stammt von 1973 und kommt von der ortsansässigen Manufaktur E. F. Walcker und Cie. Sie hat fünfunddreißig Register auf drei Manualen und Pedal. Im Turm hängen drei Glocken.
Sie stehen vor der katholischen Kirche Zur Heiligsten Dreieinigkeit am Marktplatz. Ab 1721 wurde sie nach Plänen von Paolo Retti als lutherische Garnisonskirche gebaut. Seit 1903 gehört sie den Katholiken allein. Das Äußere ist barock, der Innenraum ist nach dem Zweiten Weltkrieg schlicht erneuert.
Diese Kirche hat eine Geschichte mit Soldaten. Sie wurde ab 1721 als Kirche für die Soldaten gebaut, als Garnisonskirche, und zwar als lutherische. Heute ist sie katholisch. Das kam so: Katholiken gab es in Ludwigsburg zuerst nur wenige, meistens Italiener. Sie feierten in der Schlosskapelle. Ab 1810 nutzten beide Gruppen die Kirche gemeinsam. 1903 bekamen die Soldaten eine neue Garnisonskirche, und die Katholiken durften diese hier ganz behalten. Von außen ist sie barock, innen schlicht. Schau sie von außen an, dann von innen. Was ist anders?
Koordinaten: 48.897421, 9.192308 · auf der Karte