
Sie stehen an der Hegewischstraße 3. Hier befand sich das Museum für Völkerkunde der Universität Kiel, zusammen mit dem Zoologischen Museum. Es wurde 1884 gegründet, und das ist bemerkenswert, denn als Universitätsfach existierte die Völkerkunde in Kiel nicht. Die Ausstellungsstücke stammten zum Teil aus den Reiseerwerbungen Kieler Kapitäne und anderer Reisender, die Ende des 19. Jahrhunderts zu Handels- und Militärexpeditionen in der Südsee unterwegs waren. Unter den Gebern waren Admiral Eduard von Knorr, Kapitän zur See Hans Gygas von der Moltke, Kapitän zur See Georg Janke, Kapitänleutnant Götz von der Elisabeth und der Generalarzt der Kaiserlichen Marine Gutschow. Begründet wurde das Museum letztlich vom anthropologischen Verein Schleswig-Holstein. Maßgeblich beteiligt waren die Anatomie-Professoren Adolf Pansch und Arnold Heller. 1888 wurde das Museum der Universität in Kiel übergeben. In den folgenden Jahren stellten vor allem Geographen die Direktoren. Von 1930 bis 1947 war das Museum eingelagert, danach fand die Sammlung Platz in den Räumen des Zoologischen Museums. Bis 1995 zeigte das Museum ethnographische Sammlungen der Südsee, Afrikas und Ostasiens, auch Musikinstrumente. Die Südsee-Sammlung enthielt Waffen, Geräte, Muschelschmuck, Gewebe, Rindenstoffdecken, Schnitzereien, Tanzmasken, Südseegeld, ein Auslegerboot und Bootsmodelle. Aus Ostasien kamen Samurai-Rüstungen und Waffen sowie japanische und chinesische Kleinplastik, aus Afrika Kleidung, Schmuck und ein Häuptlingsstuhl. Ein Großteil der Sammlung wurde zur Sicherung der Bestände in das Archäologische Landesmuseum in Schleswig verlegt. In Kiel blieb nur die Südsee-Abteilung. Kennzeichnend für die Kieler Sammlung war seit jeher das Fehlen eines ethnologischen Instituts. 2014 ging die Südseesammlung schließlich als Dauerleihgabe an das Stadt- und Schifffahrtsmuseum Kiel. Dorthin kommen wir später auf unserem Weg.
Sie stehen an der Hegewischstraße 3. Hier war das Museum für Völkerkunde der Universität Kiel untergebracht, gegründet 1884. Seine Stücke brachten vor allem Kieler Kapitäne und andere Reisende aus der Südsee mit. Seit 2014 ist die Südseesammlung als Dauerleihgabe im Stadt- und Schifffahrtsmuseum.
Hier gab es früher ein Museum für Völkerkunde. Es wurde 1884 gegründet. Kieler Kapitäne und andere Reisende waren in der Südsee unterwegs und brachten Dinge mit: Waffen, Geräte, Tanzmasken, Muschelschmuck und sogar ein Boot mit Ausleger. Daraus entstand die Sammlung. Heute liegt die Südseesammlung im Stadt- und Schifffahrtsmuseum. Was würdest du von einer langen Reise mitbringen?
Koordinaten: 54.3281, 10.1442 · auf der Karte