Sie stehen vor der Neuen Galerie. Sie liegt an der Schönen Aussicht, zwischen Rathaus und Karlsaue, und zeigt Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart, mit dem Schwerpunkt Malerei. Seit den 1960er Jahren wird das Gebäude auch als Ausstellungsort der documenta genutzt. Das Haus war ursprünglich etwas anderes. Errichtet wurde es als Gemäldegalerie, in den Jahren 1871 bis 1877, nach Plänen des Architekten Heinrich von Dehn-Rotfelser im Stil der Neorenaissance. Einen Vorgängerbau von François de Cuvilliés dem Älteren hatte es an der Schönen Aussicht bereits von 1749 bis 1752 gegeben, für Landgraf Wilhelm VIII. Unter der französischen Besatzung unter Jérôme Bonaparte wurde dort eine Zwischendecke eingezogen, um das Haus als Stadtresidenz zu nutzen, und die Oberlichtsäle entfielen. Nach der Annexion des Kurfürstentums Hessen durch Preußen 1866 setzte sich der Oberpräsident Eduard von Möller für einen Neubau ein. Im August 1869 war der Bauplatz festgelegt, im Sommer 1871 begannen die Arbeiten, und am 28. Dezember 1877 wurde eröffnet. Schauen Sie auf die Fassade. Als Vorbild gilt die Alte Pinakothek in München. Dehn-Rotfelser verkleinerte deren Dimensionen. An der Eingangsseite stehen oberhalb des Zugangs zwei Nischenfiguren, Rembrandt und Rubens. Das Südportal zur Karlsaue wird von zwei Karyatiden aus Sandstein eingerahmt. Der Kunsthistoriker Jacob Burckhardt nannte das Gebäude 1875 endlich wirklich schön und edel, nur an den Karyatiden an der Tür störte er sich. Das Gebäude war 89,3 Meter lang. Die Sammlung: Ihr Höhepunkt waren die niederländischen Alten Meister, Arbeiten von Rembrandt, Paulus Potter und Philips Wouwerman. Der Galeriedirektor Oskar Eisenmann schrieb, die Sammlung übertreffe an Zahl und Wert der Werke Rembrandts alle Sammlungen der Welt, mit Ausnahme von Sankt Petersburg. Dorthin waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in der napoleonischen Zeit, zahlreiche Kasseler Gemälde in die Eremitage gelangt. Dann 1943. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt und Sitz von Rüstungsindustrie gehörte Kassel im Zweiten Weltkrieg zu den am schwersten von Luftangriffen betroffenen deutschen Städten. Im Herbst 1943 zerstörten Brandbomben das Innere des Galeriegebäudes. Nur die Loggia im Obergeschoss blieb von den Brandschäden verschont. Die Gemäldesammlung war rechtzeitig ausgelagert worden. Die 60 wichtigsten Werke befanden sich bei Kriegsende in Wien und kehrten erst 1956 nach Kassel zurück. Nach dem Krieg wurde die Alte-Meister-Sammlung in das Landesmuseum und später in das Schloss Wilhelmshöhe verlagert. 1976 eröffnete die Neue Galerie mit einem neuen Konzept und unter ihrem heutigen Namen.
Sie stehen vor der Neuen Galerie an der Schönen Aussicht, zwischen Rathaus und Karlsaue. Heinrich von Dehn-Rotfelser baute sie von 1871 bis 1877 im Stil der Neorenaissance als Gemäldegalerie. Seit 1976 trägt sie ihren heutigen Namen und zeigt Kunst vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.
Du stehst vor einem großen Museum für Gemälde. Es heißt Neue Galerie und wurde von 1871 bis 1877 gebaut. Oben über dem Eingang siehst du zwei Figuren in Nischen: Rembrandt und Rubens, zwei berühmte Maler. Das Südportal wird von zwei Stützfiguren aus Sandstein eingerahmt, den Karyatiden. Im Zweiten Weltkrieg, im Herbst 1943, brannte das Innere des Hauses aus. Die Bilder waren zum Glück schon vorher woandershin gebracht worden. Welches Bild würdest du in Sicherheit bringen?
Koordinaten: 51.3093, 9.49324 · auf der Karte