
Sie stehen vor der Marienkirche, der katholischen Stadtkirche in der Altstadt von Hof. Sie ist die katholische Hauptkirche Hochfrankens und steht an der Stelle eines Pilgerhospizes auf dem Jakobsweg. 1487 hatte man bei der Nikolauskirche für durchreisende Jakobspilger den Gasthof Zum Pilgrim gestiftet. Mit der Reformation wurde Hof 1529 evangelisch. Das katholische Leben erlebte seinen vollständigen Niedergang, für etwa 250 Jahre. Die Klöster, an denen wir den Rundgang begonnen haben, lösten sich auf. Erst als Hof Anfang des 19. Jahrhunderts zu Bayern gehörte, zogen wieder katholische Arbeiter und Beamte aus Böhmen und dem Frankenwald in die Stadt. 1820 lebten etwa 120 Katholiken in Hof und dem Umland. Sie bekamen zuerst eine kleine Hauskapelle im Zollamt. 1837 erhielt Hof mit Pfarrkurat Johann Baptist Neuner wieder einen eigenen katholischen Seelsorger. 1844 wurde in der Karolinenstraße eine kleine Kirche gebaut. Ende der 1850er Jahre waren es 539 Katholiken, die Kapelle war zu klein. Pfarrer Eichhorn hatte sich vergeblich um die ehemalige Klosterkirche bemüht. 1858 entschloss sich die Gemeinde deshalb zum Bau einer eigenen Kirche im heutigen Stadtzentrum. Den Gasthof Zur Sonne in der Altstadt kaufte sie 1860 für 9000 Gulden. Die Pläne von Pfarrer Eichhorn folgten dem Stilideal der Neugotik. Am 4. April 1864 begann der Bau. Der erste Gottesdienst fand am 2. Juni 1867 statt, als beide Türme, das Gewölbe und der Hochaltar noch fehlten. 1882 wurden die Glocken geweiht, 1885 war die romantische Orgel der Firma Steinmeyer fertig. Im Oktober 1891 wurde die Kirche feierlich konsekriert. Heute steht sie mit ihrem geschlossen neugotischen Inventar einschließlich der mechanischen Kegelladen-Orgel unter Denkmalschutz. Sie ist Gedenkstätte für den seligen Dompropst Bernhard Lichtenberg, der unter dem Nationalsozialismus Märtyrer wurde. Als offene Kirche ist sie täglich von 8 bis 18 Uhr zugänglich. Sie ist auch ein Ort für Konzerte und Uraufführungen Neuer Musik.
Sie stehen vor der Marienkirche in der Altstadt, der katholischen Stadtkirche von Hof. Der Bau begann 1864. Sie ist die katholische Hauptkirche Hochfrankens und entstand an der Stelle eines Pilgerhospizes auf dem Jakobsweg.
Das ist die katholische Marienkirche. Nach der Reformation wurde Hof evangelisch, und etwa 250 Jahre lang gab es kaum noch katholisches Leben in der Stadt. Dann zogen im 19. Jahrhundert wieder Katholiken nach Hof. 1820 waren es etwa 120. Ihre erste Kapelle war ein kleiner Raum im Zollamt. Später bauten sie diese Kirche an der Stelle eines Pilgerhospizes auf dem Jakobsweg. Beim ersten Gottesdienst 1867 fehlten noch beide Türme. Die Kirche ist täglich von 8 bis 18 Uhr offen. Willst du hineingehen und dich umsehen?
Koordinaten: 50.3164, 11.9153 · auf der Karte